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«Dreiklang»: Nur noch eine Vorlage

Am Worber «Braui-Plouder» wurde bekannt, dass an der Abstimmung über die Nutzung Hofmatt vom 17. Mai nur der Volksvorschlag, nicht aber der Gemeinderatsvorschlag zur Abstimmung gelangt. Derweil geht das Hickhack um das Hofmatt-Areal weiter.

Die künftige Nutzung der Hofmatt ist derzeit ein heisses Thema in Worb. Der Gemeinderat möchte auf der Hofmatt die Überbauung Dreiklang samt Alterswohnungen, Detailhandel, einem Grossverteiler – wahrscheinlich Aldi –, Dienstleistungen und Flanierzone realisieren. Diesem Projekt steht ein Volksvorschlag gegenüber, der das Projekt ohne Aldi und mit einer Beschränkung der Autofahrten auf 1000 pro Tag realisieren möchte. Am 17. Mai sollte über diese beiden Vorschläge sowie über die Sanierung und Erweiterung der Sportanlagen Hofmatt abgestimmt werden. Wie am «Braui-Plouder» vom Montagabend nun bekannt wurde, werden am 17. Mai nur der Volksvorschlag, der gemeinhin als «Aldi-Referendum» bezeichnet wird, und das Sportplatzprojekt zur Abstimmung gelangen. Über die gemeinderätliche Variante zur Überbauung Dreiklang wird hingegen nicht entschieden.Gemeinderat informierte nichtMartin Christen, Chefredaktor der «Worber Post» und Moderator des «Braui-Plouder», fragte den neuen Gemeindepräsidenten Niklaus Gfeller (evp), worüber die Bevölkerung am 17. Mai abstimmen werde. Die Antwort überraschte: «über die Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes und über das Aldi-Referendum». Christen hakte nach: Das bedeute ja, dass die Abstimmung über den Gemeinderatsvorschlag «stillschweigend» aufgehoben worden sei. «Offensichtlich», stellte Gfeller fest. Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass der Gemeinderat dies nicht kommuniziert habe. Christen wollte wissen, weshalb das Stimmvolk am 17. Mai nur über das Referendum abstimmen könne. «Etwa aus Angst, dass die ganze Vorlage Hofmatt bachab geht?», fragte er. Diese Angst bestehe schon, sagte Gfeller.Dem «Bund» sagte Gfeller gestern auf Anfrage, mit der im Volksvorschlag geforderten Fahrtenbeschränkung wäre die Überbauung Hofmatt nicht realisierbar. «Dann würde die Hofmatt genauso bleiben, wie sie heute ist. Also ein Parkplatz.»Hickhack geht weiterUngeachtet der neuen Ausgangslage für die Abstimmung vom 17. Mai geht in der Gemeinde das Hickhack rund um die Zukunft der Hofmatt weiter. Vor rund drei Wochen hat ein überparteiliches Komitee mit dem Namen «Pro Hofmatt» angekündigt, sich für das vom Gemeinderat vorgeschlagene Hofmatt-Projek samt Aldi einsetzen zu wollen. Das Komitee stellt sich damit gegen das im September gegründete Referendumskomitee «Hofmatt – so nicht!». Das Komitee «Pro Hofmatt» befürchtet unter anderem, dass das Referendum den Bau der Alterswohnungen sowie die Finanzierung der Sportanlage gefährde. Überbauung trotzdem möglichNun schlägt das Referendumskomitee zurück. In einer gestern verschickten Medienmitteilung schreibt es, dass der Volksvorschlag des Referendumskomitees ebenfalls eine Wohnüberbauung samt Alterswohnungen, Detailhändlern, Dienstleistern und Flanierzone zulasse – «allerdings ohne Billiganbieter Aldi». Es sei unbestritten, dass Discounter mit ihrem Angebot den kleinen Geschäften das Leben erschwerten und zum «Lädelisterben» beitrügen. Auch der Umbau der Sportanlage werde mit dem Volksvorschlag keinesfalls gefährdet, schreibt das Referendumskomitee weiter. Mit dem Vorwurf der Bevormundung der Bevölkerung und damit eines unmoralischen und unsozialen Verhaltens disqualifiziere sich «Pro Hofmatt» selber. 580 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hätten das Referendum unterschrieben. «Sie wollen, dass das Stimmvolk darüber befindet, was auf der Hofmatt geschehen soll.» >

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