Zum Hauptinhalt springen

Das Finanzpolster ist weiter gewachsen

Muri-gümligen Mit dem Frühling kommen die Jahresrechnungen. Und die Bilanz für das vergangene Jahr präsentiert sich in Muri nicht in zartem Frühlingsgrün, sondern in sattem Dunkelgrün – mit einem Gewinn von 1,9 Millionen Franken. Budgetiert war ein Defizit von 1,3 Millionen Franken. Bei einem Aufwand von 69,2 Millionen Franken entspricht dies einer Besserstellung von 3,2 Millionen Franken gegenüber dem Budget. «Das erfreuliche Ergebnis relativiert sich dadurch etwas, dass Gemeinden mit vergleichbarer Grösse in der Regel ebenfalls besser abschnitten als erwartet», sagt Gemeindepräsident Hans-Rudolf Saxer (fdp). Die Gründe für das bessere Resultat sind um 10 Prozent höhere Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen (+2,8 Millionen Franken) und höhere Einnahmen bei den Erbschaftssteuern (+2,1 Millionen Franken). Die höheren Steuereinnahmen haben keinen Zusammenhang mit der Einwohnerzahl. Diese ist im vergangenen Jahr nicht wesentlich gestiegen. «Der Ertrag stammt aus höheren steuerbaren Einkommen», sagt Saxer. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeführt. Dieses wächst somit auf 25,3 Millionen Franken an (6,3 Steuerzehntel). Die Verschuldung wurde um eine Million auf 38 Millionen Franken reduziert.«Magere Jahre» erwartetTrotz dem grossen Finanzpolster ist eine Steuersenkung für Saxer zurzeit kein Thema: «Es besteht eine grosse Unsicherheit darüber, wie sich die Wirtschaftskrise auf die Steuern auswirkt.» Es sei absehbar, dass die Steuererträge tiefer ausfielen. Insofern sei es eine Herausforderung, «soweit verkraftbar», den Steuersatz längerfristig nicht erhöhen zu müssen. Insgesamt rechnet die Gemeinde für die kommenden Jahre mit Rechnungsdefiziten von jeweils 2 bis 3 Millionen Franken. «Es ist zu befürchten, dass eher magere Jahre auf uns zukommen», sagt Saxer. So sei zum Beispiel mit höheren Ausgaben im Finanz- und Lastenausgleich sowie im Sozial- und Bildungsbereich zu rechnen. Dazu kommen hohe Investitionen: Im Investitionsplan bis 2011 nicht enthalten sind die Brandschutzsanierung der Schulanlage Moos, die mit 2,1 Millionen Franken zu Buche schlägt, und die Sanierung der Sportanlage Füllerich. (hpa)>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch