Zum Hauptinhalt springen

Albert Einstein geht auf Reise

Im Beisein des chinesischen Botschafters S.E. Dong Jinyi haben das Historische Museum Bern und Präsenz Schweiz gestern einen Zusammenarbeitsvertrag unterzeichnet. Die China-Tournee soll im April 2010 in Peking beginnen.

Peter Jezler, Johannes Matyassy und Christoph Stalder (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung des Zusammenarbeitsvertrags. (Adrian Moser)
Peter Jezler, Johannes Matyassy und Christoph Stalder (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung des Zusammenarbeitsvertrags. (Adrian Moser)

«Dies ist ein historischer Schritt für das Historische Museum Bern.» Mit diesen Worten eröffnete Christoph Stalder, Präsident der Aufsichtskommission Historisches Museum, die gestrige Medienorientierung zur geplanten China-Tournee der Albert-Einstein-Ausstellung. Der Austausch mit China sei für Bern als Bundesstadt von ganz besonderer Bedeutung, führte Stalder weiter aus. Ausstellung mit ErfolgsgeschichteDie Albert-Einstein-Ausstelllung im Historischen Museum war nach ihrer erstmaligen Eröffnung im Juni 2005 innerhalb von sechzehn Monaten von 350000 Personen besucht worden. Aufgrund dieses Grosserfolgs wird sie seither als Dauerausstellung weitergeführt. Nun steht der Ausstellung der nächste bedeutende Schritt bevor: Sie soll ab April 2010 in den Wissenschaftsmuseen der chinesischen Millionenstädte Peking, Guangzhou, Hongkong und Schanghai gezeigt werden. Vertreter des Historischen Museums und von Präsenz Schweiz unterzeichneten gestern im Rahmen der Medienorientierung einen entsprechenden Zusammenarbeitsvertrag. Präsenz Schweiz ist mit dabeiDie Organisation Präsenz Schweiz, Teil des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, unterstützt das Projekt mit einer Million Franken. Im Rahmen ihrer Landeskommunikationskampagne 2007 bis 2011 macht Präsenz Schweiz die Einstein-Ausstellung gleichzeitig zum Bestandteil des Schweizer Gesamtauftritts in China. Zu dieser Kommunikationskampagne gehört auch der offizielle Schweizer Pavillon an der Weltausstellung 2010 in Schanghai. Die Einstein-Ausstellung selbst wird an der Weltausstellung allerdings nicht präsent sein; sie soll in Schanghais futuristisch anmutendem Science and Technology Museum erst als letzte Station in der zweiten Hälfte 2011 haltmachen. Laut Johannes Matyassy, Chef von Präsenz Schweiz, ist das Ziel der Einstein-Ausstellung, das Bild der modernen und humanistisch geprägten Schweiz zu präsentieren. Stärken und Eigenheiten der Schweiz sollen durch sie in China bekannt gemacht, Netzwerke geschaffen und Kontakte geknüpft werden. Die Schweiz verfüge zwar dank dem internationalen Genf, der fortschrittlichen Umweltpolitik und dem breiten Tourismusangebot bereits jetzt über einen guten Ruf in China. Dieser solle nun aber noch weiter gefestigt werden, erklärte Matyassy. Lob von Chinas BotschafterDer chinesische Botschafter S.E. Dong Jinyi zeigte sich hocherfreut über die Pläne zur China-Tournee. Das Jahr 2010 biete sich geradezu an für den Tourneebeginn; in diesem Jahr feierten die Volksrepublik China und die Schweiz nämlich das 60-Jahr-Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Diese befänden sich derzeit in einer ihrer besten Phasen überhaupt. Auch im Übrigen gab sich Dong Jinyi zuversichtlich: China empfange die Schweiz und die Berner Einstein-Ausstellung mit offenen Armen, liess er verlauten (siehe auch Interview rechts). Ausstellung in Bern bleibtMuseumsdirektor Peter Jezler teilte seinerseits mit, dass die Dauerausstellung in Bern auch während der China-Tournee geöffnet bleibt. Die Originale würden vorübergehend durch Replika ersetzt. Auf diese Weise bleibe Albert Einstein für das Berner Publikum sowie für ausländische Touristen in Bern weiterhin präsent. Ob die China-Tournee tatsächlich auch plangemäss an allen Orten durchgeführt werden kann, ist gemäss Jezler noch nicht definitiv sicher. Die Verhandlungen mit den Ausstellern in China liefen zwar in eine gute Richtung, Verträge seien jedoch noch keine unterzeichnet.Nach chinesischen Schätzungen werden pro Standort 500000 bis 1,5 Millionen Besucher erwartet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch