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Aktiv auch in Bern

Der Swiss German Club ist kein Ferien-Resort für Deutschschweizer, sondern ein Wirtschaftsnetzwerk, das Deutschen die Integration in die Schweiz erleichtern und den Austausch zwischen den beiden Ländern fördern soll.

Der Swiss German Club ist kein Ferien-Resort für Deutschschweizer, sondern ein Wirtschaftsnetzwerk. Es soll Deutschen die Integration in der Schweiz erleichtern und den Austausch zwischen den beiden Ländern fördern.Immer mehr Deutsche kommen zum Leben und Arbeiten in die Schweiz. Das Nebeneinander von Einheimischen und Zuwanderern verläuft trotz vergleichsweise günstigen Voraussetzungen nicht immer problemlos: Zwar lernen Schweizer Kinder in der Schule und im Fernsehen die Sprache des nördlichen Nachbars; im täglichen Gebrauch ist der Umgang jedoch oft von Hemmungen und Vorurteilen geprägt. Eine Tendenz, die auch Fritz Burkhalter, Initiant und Vorsitzender des Swiss German Club, aufgefallen ist. «Zwischen Schweizern und Deutschen besteht ein grosses Integrationsbedürfnis», ist er überzeugt. Eine Plattform für die IntegrationSeit 2000 betreibt Burkhalter ein Büro für Projektentwicklung und Marktintegration in Berlin. Er habe festgestellt, dass die Beziehungen oft von Vorurteilen geprägt seien: So gälten etwa Deutsche als arrogant und Schweizer als langsam. Die Gründung des Swiss German Club solle helfen, solche Klischees zu beseitigen. Der Club ist Ende 2008 neu lanciert worden; er sei als Plattform gedacht, um Leute zu vernetzen, erklärt Burkhalter seine Vision. «Interessierte können sich für den Business Club oder für den Private Club anmelden.» Während es bei der geschäftlichen Mitgliedschaft darum gehe, Firmenkontakte zwischen Unternehmen beider Nationen herzustellen und zu pflegen, solle der Private Club deutschen Einwanderern das Einleben erleichtern: Neuzuzüger fänden etwa Antworten auf Fragen zu Versicherung, Bildungssystem oder ähnlichem, so Burkhalter. Grundsätzlich könne jeder Mitglied werden, meint er weiter, natürlich seien im Geschäftsbereich Entscheidungsträger gefragt. «Auch Schweizer sind willkommen», fügt er an. Diese könnten über die Plattform beispielsweise neue Freunde finden und Kontakte knüpfen. «Langfristig planen wir eine Zusammenarbeit mit deutschen Hotels, etwa um unseren Mitgliedern günstige Reiseangebote anbieten zu können.»Aufbauphase in Bern«Pro Jahr sind neben den monatlichen Club-Abenden pro Abteilungen zehn Anlässe geplant», erläutert der Initiant. In Zürich seien die Aktivitäten des Clubs bereits angelaufen.Auch in Bern wird eine Regionalstelle aufgebaut: Jürg Moor, Geschäftsleiter von Lenk-Simmental Tourismus, hat im Januar die Leitung übernommen. «Die Anlässe und Themen werden auch in Bezug auf die Bedürfnisse erstellt», sagte Moor. Er könne sich vorstellen, dass bei Bedarf auch Sprachkurse in Schweizerdeutsch angeboten würden. Zurzeit hätten sie in Bern noch keine Mitglieder, sie würden aber Firmen anschreiben, sobald die ersten Aktivitäten festständen. Geplant seien etwa Exkursionen, Vorträge oder Besichtigungen. (col)www.swiss-german-club.ch>

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