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2,59 Millionen Franken sausen lassen

Bern/Leukerbad Bereits 1998 trat der Kanton Bern aus dem Trägerverein Rheuma-Volksheilstätte Leukerbad aus, weil die Dienstleistung nicht mehr gebraucht wurde. In der Nachkriegszeit hatten mehrere Kantone und Gemeinden den Trägerverein gegründet, um für die zunehmende Zahl Rheumakranker eine Volksheilstätte zu errichten und zu betreiben, wie Jean-Philippe Jeannerat, Stabschef der kantonalen Gesundheitsdirektion, auf Anfrage sagte. Beim Austritt des Kantons Bern und anderer Mitglieder aus dem Trägerverein sei die Rheuma- und Rehabilitationsklinik Leukerbad aber nicht in der Lage gewesen, den austretenden Mitgliedern die Gelder zurückzuzahlen, die sie der Institution geliehen hatten. Der Kanton Bern hat bis heute zinslose Darlehen im Wert von 3,88 Millionen Franken in der ehemaligen Volksheilstätte; für zwei Drittel dieses Betrags will er nun auf eine Rückforderung verzichten, wie der Kanton Bern gestern mitteilte.Im Dezember 2007 scheiterte der Versuch des Kantons Wallis, die Kliniken in Leukerbad für 17 Millionen Franken zu übernehmen. Der Kauf sei im Grossen Rat des Kantons Wallis knapp verworfen worden, weil die Gegner bemängelten, die Kaufsumme sei zu hoch, sagte Jeannerat. Nun scheint sich aber für die defizitäre und vor dem Konkurs stehende Rheumaklinik doch noch ein Käufer gefunden zu haben. Laut Jeannerat will die Gesellschaft der Sittener Clinique de Valère investieren. Die potenzielle Käuferin habe mit allen Trägervereinsmitgliedern, auch mit den bereits ausgetretenen, ausgehandelt, dass sie auf zwei Drittel der zinslosen Darlehen verzichten. Denn, wenn die Clinique de Valère alle Schulden übernehmen würde, wäre der Kaufpreis viel zu hoch. Der Kanton Bern würde demnach auf 2,59 Millionen Franken verzichten. «Eine Alternative gibt es angeblich nicht, gemäss Regierungsrat ist die vollständige Rückzahlung unmöglich», sagte Jeannerat. Wenn nach der Liquidation des Vereins etwas übrig bleiben sollte, würde der Kanton Bern anteilsmässig Geld zurückerhalten. Der Grosse Rat wird das Geschäft noch behandeln. (ba)>

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