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25 Millionen Franken für Pendler

Der Regionalverkehr Bern-Solothurn investiert 25 Millionen Franken in den Abschnitt zwischen Fraubrunnen und Grafenried. Die Strecke wird auf Doppelspur ausgebaut, die Bahnhöfe werden erneuert.

Immer mehr Passagiere steigen in Züge und Busse des RBS: Im letzten Jahr waren es 25,6 Millionen, 1,1 Millionen mehr als noch 2007. Auf der Achse Bern–Solothurn verläuft der Zuwachs besonders rasant. Hier stiegen die Fahrgastzahlen um fünf Prozent. Der RBS muss ausbauen. Gestern erfolgte der Spatenstich für die Doppelspurstrecke zwischen Fraubrunnen und Grafenried, ein Projekt, das rund 25,2 Millionen Franken kosten wird. Die Züge können besser kreuzen, der Fahrplan kann verdichtet werden.Bessere Verhältnisse für Pendler«Damit legen wir die Basis für den Viertelstundentakt zwischen Bern und Solothurn», sagte RBS-Direktor Hans Amacker. Vor allem in den Spitzenzeiten, jeweils am Morgen und am Abend, soll es mehr Züge geben, wie der RBS mitteilte. Der Fahrplan wird frühestens im Dezember 2009 verdichtet. Das Ausbauprojekt hat laut Amacker auch einen «lokalen Nutzen» für Fraubrunnen und Grafenried. «Die Verhältnisse für die Pendler werden sich verbessern.» Die Perronanlagen der beiden Bahnhöfe werden modernisiert. Der Einstieg in die Züge erfolgt ebenerdig und behindertengängig. In Fraubrunnen nimmt die Gemeinde auch die Neugestaltung des Bahnhofplatzes an die Hand. Die Gemeindeversammlung hat im März 2007 einen Kredit von 800000 Franken für den Umbau genehmigt. Durch die Neugestaltung sollen Bahnhof und Ortsmitte noch besser zusammenwachsen und soll der Zugang zur Bahn attraktiver werden. Perronüberdachung, mehr Veloparkplätze, Bushaltestelle mit überdachtem Perron, Kurzparkiermöglichkeiten und öffentliches WC sind Bestandteile des Projekts. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Oktober 2010 ausgeführt werden. Die Doppelspurstrecke soll auf den Fahrplanwechsel 2010 in Betrieb genommen werden. Bei Biberist wird anschliessend in den Jahren 2011 und 2012 ein weiterer, rund zwei Kilometer langer Abschnitt für den Ausbau auf Doppelspur in Angriff genommen. Wegen der Bauarbeiten wird in der Zeit vom 3. bis zum 9. August der Bahnbetrieb unterbrochen. Die Fahrgäste des RBS müssen in dieser Woche zwischen Fraubrunnen und Jegenstorf auf Busse umsteigen. Im Herbst folgt vom 28. September bis zum 18. Oktober eine zweite Streckensperrung.Im Zuge des Ausbauprojekts werden auch zwei unbewachte Niveauübergänge aufgehoben. Ein Übergang verschwindet ganz, der andere wird mit einer Barriere versehen. Als Betreiber habe man immer ein schlechtes Gefühl bei ungesicherten Bahnübergängen, sagte Hans Amacker. Der RBS-Direktor wies darauf hin, dass sich seit 1992 kein tödlicher Unfall mehr bei einem Niveauübergang des RBS ereignet habe. Neue Züge von StadlerUm die steigenden Fahrgastzahlen zu bewältigen, steht den Anbietern im öffentlichen Verkehr neben der Fahrplanverdichtung und dem Streckenausbau ein drittes Instrument zur Verfügung: die Beschaffung von neuem Rollmaterial. Der RBS hat vor zwei Jahren bei der Firma Stadler in Altenrhein sechs neue dreiteilige Züge bestellt. Die Auslieferung erfolgt in diesem Jahr zwischen April und November. Die Kosten für die rund 60 Meter langen Niederflur-Triebzüge belaufen sich auf 53,4 Millionen Franken. Dank einer grosszügigeren Sitzanordnung und Klimaanlagen soll der Komfort für die Passagiere deutlich steigen.>

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