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YB-Verteidigung mit Steigerungspotenzial

Die neu zusammen gestellte Verteidigung der Young Boys hat gestern in Zürich oftmals keinen stilsicheren Eindruck hinterlassen.

Schwarz sind sie und dank Polsterung und Lederbezug äusserst bequem, die Sessel der Ersatzbank im Zürcher Letzigrund. Trotzdem machte es sich Vladimir Petkovic nicht lange bequem in seinem Sitz. In kurzen Abständen erhob sich der YB-Trainer gestern Abend und rief ins Feld. Seine Anweisungen galten in erster Linie der YB-Verteidigung. Wie erwartet bildeten François Affolter, Saif Ghezal und Emiliano Dudar die Dreierkette. Affolter ist 18 Jahre jung, Ghezal hatte wegen einer Verletzung nur einen Teil der Vorbereitung mitgemacht, und Dudar war auf die neue Saison von Bellinzona zu YB gewechselt. Das anspruchsvolle System Petkovics kennt er noch nicht in- und auswendig. Der Tunesier Issam Mardassi und Biel-Rückkehrer Aron Liechti, die als Alternative zur Verfügung stehen sollten, waren gestern wie Matar Coly und David Frey erwartungsgemäss noch nicht spielberechtigt.Abwehr umformiertSchon nach 90 Sekunden musste Dudar mit entschiedenem Körpereinsatz Zürich Adrian Nikci am Abschluss hindern. In der elften Minute führte ein weiteres Missverständnis in der Defensive der Young Boys zur nächsten Gelegenheit für den Meister. «Erst nach einer Viertelstunde haben wir begonnen, besser zu kommunizieren», sagte Petkovic. Allerdings hielten sich nach den Toren Gilles Yapis und Alberto Regazzonis zur 2:0-Führung die Probleme für die YB-Verteidiger nur kurz in Grenzen. Spätestens nach Eric Hasslis Anschlusstor waren Dudar und Co. wieder gefordert. Petkovic versuchte auf die Probleme zu reagieren. Dudar wechselte nach der Pause in die Zentrale, Ghezal verteidigte fortan rechts. So richtig half die Neuformierung allerdings nicht. Alain Rochat gelang nach einem Freistoss der Ausgleich und wenig später musste sich Dudar bei Marco Wölfli bedanken. Der Goalie verhinderte gegen Eric Hassli den Rückstand, nachdem der FCZ-Stürmer Dudar überlistet hatte. Der YB-Argentinier mochte nach dem Spiel nicht mehr ausführlich auf die Szene eingehen: «Ich bin glücklich, haben wir als Mannschaft die Fehler einzelner korrigiert und dieses schwierige Spiel gewonnen», meinte er nach dem 3:2-Sieg. Den Zürchern sei anzumerken gewesen, dass es bei ihnen kaum zu Wechseln im Team gekommen sei – im Unterschied zu den Young Boys.Marco Wöflis FreudePetkovic nahm seine Spieler in Schutz («Ich bin zufrieden mit der Leistung der Verteidiger») und begründete die mangelnde Abstimmung mit der kurzen Vorbereitungszeit auf die neue Saison. «Der Mannschaft standen nur wenige Tage zur Verfügung, um sich auf die neuen Verhältnisse anzupassen.»In den ersten Partien einer neuen Saison könne halt noch nicht alles stimmen, sagte auch Marco Wölfli. Geflucht habe er, als Hassli nach Dudars Fehler alleine auf ihn losgezogen sei, «aber es ist meine Aufgabe einen solchen Lapsus auszubügeln.» Der YB-Captain sah das Positive und freute sich über den gelungenen Saisonstart. «Letztes Jahr kamen wir nach vier Spielen auf einen Punkt. Nun sind es nach dem Auftakt schon zwei Zähler mehr.» Spiel vier der letzten Saison hatten die Berner in Zürich verloren, daher ist der Start der Berner in der Tat verheissungsvoll.

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