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Stimmungsvolle Angelegenheit

Erstmals seit 2003 hat die die Schweiz in Genf ein Pflichtspiel bestritten. 20100 Zuschauer sorgten für eine lautstarke Kulisse.

Mit einer Ehrenrunde verabschiedeten sich die Schweizer Nationalspieler gestern Abend, nach dem 2:0 gegen Moldawien, vom Publikum im Stade de Genève. 20100 Zuschauer waren gekommen, um das WM-Qualifikationsspiel zu verfolgen. Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld war zufrieden mit der Zahl und auch mit der Unterstützung des Publikums. Besonders nach den beiden Toren war die Begeisterung der Fans jeweils spür- und hörbar. Er wolle der Westschweiz, die derzeit ohne Super-League-Team ist, die Gelegenheit bieten, Spitzenfussball zu sehen, hatte der 60-Jährige vor der Begegnung mit den Osteuropäern gesagt. In St.Gallen, das ebenfalls zur Auswahl gestanden hatte, mochte Hitzfeld nicht antreten, weil sich der Rasen in der AFG-Arena beim Testspiel gegen Finnland letzten November in miserablem Zustand präsentiert hatte. Und so bestritt die Schweiz erstmals seit knapp sechs Jahren wieder ein Pflichtspiel im Stade de Genève. Am 11.Juni 2003 hatte die Schweiz in der Qualifikation für EM 2004 Albanien in Genf mit 3:2 besiegt. 26000 der 30000 Plätze waren damals besetzt.Im Herbst wieder in BaselIn den Westschweizer Medien waren die Leser in den Tagen vor dem Spiel animiert worden, möglichst zahlreich zur Partie der Schweiz gegen Moldawien zu erscheinen. Die «Tribune de Genève» etwa legte Gründe dar, die einen Stadionbesuch rechtfertigten. Allerdings wurde in der Romandie zum Teil auch darauf hingewiesen, dass der Schweizerische Fussballverband (SFV) ein vermeintlich weniger spektakuläres Spiel an Genf vergeben hatte. Die wichtigeren Partien gegen Griechenland und Israel im Herbst fänden dann wieder in Basel, also in der Deutschschweiz, statt. Ein Hinweis, den der SFV mit der grösseren Kapazität im St.-Jakob-Park (rund 38500 Plätze) konterte.Letztes Spiel für ZloczowerApropos SFV: Ralph Zloczower verfolgte das 2:0 der Schweizer Nationalmannschaft gestern zum letzten Mal in seiner Funktion als Zentralpräsident. Im Juni wird der Nachfolger des Berner Fürsprechers gewählt. Seinen Abschied geben wird dann auch der Delegierte des Nationalteams, Ernst Lämmli. Anders als Zloczower war der Aargauer gestern aber nicht in Genf. Nachdem er sich vor einigen Wochen, beim Sturz von einer Leiter, eine Rippenverletzung zugezogen hatte, war Lämmli gezwungen, die Partie zu Hause zu verfolgen.Alexander Wäfler>

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