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Schweizer Marathonmann

SC-Bern-Stürmer Ivo

Das letzte Vorbereitungsspiel gegen die USA stand im Zeichen der Hauptprobe, zumindest für einen Spieler aber war der Match noch in anderer Hinsicht denkwürdig: Für Ivo Rüthemann war die gestrige Partie die 219. im Schweizer Dress. Nicht viele hätten wohl geahnt, dass der Ostschweizer eine derartige Karriere machen würde, als er im November 1996 erstmals nach Norwegen mitreiste. Damalige Nationalspieler dachten beim Anblick des schmächtigen Bürschchens sogar, ein Mitglied der gleichzeitig ein Turnier bestreitenden U20 habe sich im Team geirrt. Doch Rüthemann machte dann und später fehlende Zentimeter stets mit grossem Kämpferherz und systemtreuem Spiel wett, und dies in jedem Spiel und Training. Die Rekordmarke bedeutet ihm nicht viel: «Die Anzahl Spiele ist nicht wichtig, entscheidender ist, dass ich regelmässig die Chance hatte, an Weltmeisterschaften und Olympische Spiele zu fahren.» Diese Turniere seien wie die Playoffs in der Meisterschaft, «die Spannung ist ganz anders als in der Qualifikation». Rüthemann hat unter Kruegers Ägide nur drei Weltmeisterschaften verpasst, 2001 und 2003 wurde er kurz vor der WM aussortiert, im Vorjahr verletzte er sich im letzten Vorbereitungsspiel an der Schulter. Er bestreitet nun aber dennoch schon seine neunten Titelkämpfe, hinzu kommen zwei Einsätze bei Olympischen Spielen und dies alles im Alter von erst 32 Jahren.Dass Rüthemann den Rekord von Steinegger brechen wird, ist klar. Wenn er mit der bisherigen Pace weitermacht, kann er ihn sogar pulverisieren. Er selber hat jedenfalls noch lange nicht genug: «Ich habe mich auf jedes Turnier sehr gefreut, das sind riesige Herausforderungen. Solange ich mich qualifiziere, werde ich immer dabei sein.» Konkurrenz erwächst ihm aus den eigenen Reihen: Mathias Seger und Sandy Jeannin haben nur drei beziehungsweise acht Spiele weniger bestritten.si>

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