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Schweizer Frauen spielen um Gold

Das Schweizer Frauenteam (Davos) um Skip Mirjam Ott hat an den Curling-

Mirjam Ott (36), die Europameisterin von 1996, sicherte sich ihre neunte Medaille mit dem 8:3 in der letzten Runde der Round Robin über Absteiger Holland. Janine Greiner (Lead) ist zum dritten Mal, Valeria Spälty (2) zum sechsten Mal und Carmen Schäfer (3) zum zweiten Mal bei einem Medaillengewinn mit dabei. Mit dem Sieg über Holland (dank eines Fünferhauses im sechsten End zum 7:2) sicherte sich das Ott-Team Platz 1 in der EM-Vorrunde. Am Abend spielten sie gegen das Heimteam Schweden (2. der Vorrunde) um den vorzeitigen Finaleinzug. Und zum zweiten Mal innerhalb von 30 Stunden setzte sich Ott gegen das Olympiasiegerteam von Turin mit Skip Anette Norberg durch, diesmal mit 8:4. Am Mittwoch war der 7:4-Sieg (nach einem 2:4-Rückstand bis zum achten End) noch glückhaft gewesen; dem Playoffspiel drückte Mirjam Ott aber von Anfang an den Stempel auf. Ott leistete sich bloss einen Fehlstein, was den Schwedinnen erlaubte, im siebenten End einen Stein zum 4:3 zu stehlen. Ott konterte aber umgehend mit einem Zweierhaus im achten End (zum 5:4), einem gestohlenen Stein zum 6:4 und einem weiteren Zweierhaus im letzten End. Die Schweizerinnen können nun in aller Ruhe den Final vom Samstag (15.00 Uhr) vorbereiten. Gegnerinnen werden dort entweder nochmals die unweit von Örnsköldsvik aufgewachsenen Schwedinnen, oder aber Dänemark sein. Das Männerteam aus St. Moritz mit Rolf Iseli, Robi Hürlimann, Christof Schwaller und Stefan Karnusian hätte Schottland besiegen müssen, um sich mindestens Bronze zu sichern. Die Schweizer blieben in ihrem Playoffspiel aber chancenlos. Schon in der Vorrunde hatten sie gegen die Briten nie geführt und 5:6 verloren. Diesmal gratulierten die Schweizer dem Gegner schon nach dem achten End und dem hoffnungslosen 2:6-Rückstand (ohne den letzten Stein). Skip Karnusian erwischte im Playoffspiel keinen guten Tag. «Sorry guys», entschuldigte er sich nach dem siebenten End bei seinen Kameraden. Karnusian wollte mit einem Double-Takeout auf 3:4 verkürzen, sein Stein rutschte aber an den schottischen Steinen vorbei durch das Haus. Statt 3:4 lautete das Skore 1:6; gegen die defensiv fehlerlosen Schotten war an ein Aufholen nicht mehr zu denken. Schon zuvor hatten sich die Schweizer aber Fehler geleistet. Im ersten End gerieten sie 0:2 in Rückstand, weil sie zuviel riskierten, und im sechsten End führte ein Fehler zu einem weiteren Zweierhaus (1:4). Der Frust bei Karnusian und seinen Teamkollegen sass nach der verpassten Medaille tief. Karnusian: «Wir waren heute, aber auch am Montag und Dienstag, einfach zu wenig gut.» Ohne die Baisse nach dem ersten Wochenende hätten die Schweizer die Vorrunde auf einem der ersten zwei Plätze abschliessen können, dann wäre es gestern nicht um alles oder nichts gegangen. Immerhin sammelte Karnusian in Schweden viel Erfahrung. Rolf Bichsel, Örnsköldsvik >

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