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Saubers Paket ist geschnürt

Das Brawn-Team feierte

Die Wege des FIA-Präsidenten sind nicht immer berechenbar. Wenn der in einem Monat abtretende Max Mosley aber allein auf Grund der vorliegenden Fakten entscheidet, wird er Sauber in den nächsten Tagen den derzeit freien 13.Platz im Formel-1-Feld des nächsten Jahres zusprechen. Die zwei anderen Bewerber Epsilon-Euskadi und Lotus können es in Ermangelung der notwendigen Infrastruktur und des Personals gar nicht schaffen, bis nächsten März ein Formel-1-Team zum Laufen zu bringen. Es sei denn, sie würden ein bestehendes Team kaufen.Im Fall von BMW-Sauber darf das ausgeschlossen werden. Peter Sauber ist es in den letzten Wochen offenbar gelungen, genügend Investoren zu finden, um das notwendige Budget für die Übernahme des bisherigen Rennstalls und den Betrieb in den nächsten drei Jahren bereitzustellen. «Noch ist es zu früh, um Einzelheiten bekannt zu geben, doch das Paket ist geschnürt. Das Weiterbestehen des Formel-1-Teams in Hinwil ist auf gutem Wege», verriet Peter Sauber bei seiner Stippvisite am Grossen Preis von Italien in Monza. Erste Voraussetzung dazu ist jedoch der Zuschlag von der FIA.Bei praktisch allen Mitgliedern der erstarkten Teamvereinigung Fota, der BMW-Sauber immer noch angehört, bei Bernie Ecclestone und vielen anderen Formel-1-Insidern finden Saubers Pläne vorbehaltlos Unterstützung. Das Team ist seit 1993 ununterbrochen in der Formel 1 und hat sich in dieser Zeit nie etwas zu Schulden kommen lassen. Auch das müsste ein Grund sein, Sauber zu berücksichtigen. Der von Dany Bahar vorangetriebenen Bewerbung von Lotus fehlt es an Seriosität. Der 36-jährige Tessiner ist bei Red Bull und kürzlich bei Ferrari alles andere als in Ehren verabschiedet worden. Dass allerdings beim geplanten Saisonstart 2010 Mitte März in Bahrain 13 Teams dabei sein werden, glauben inzwischen nicht einmal mehr die grössten Optimisten. Der Rückzug weiterer Automobilhersteller ist nicht auszuschliessen, bei Campos fehlt es an Geld, bei Manor-Grand-Prix und bei US F1, den zwei anderen Neulingen, tut sich einfach zu wenig, um eine fristgerechte Umsetzung der ehrgeizigen Pläne Realität werden zu lassen. Im schlimmsten Fall könnten sich auch noch andere Türen öffnen. Barrichello vor ButtonDer Grand Prix von Italien stand ganz im Zeichen des Teams Brawn. Rubens Barrichello und Jenson Button feierten einen Doppelerfolg – und dürften den WM-Titel nunmehr unter sich ausmachen. Nick Heidfeld wurde im BMW-Sauber Siebenter. Die Schweizer Sébastien Buemi und Romain Grosjean landeten auf den Plätzen 13 und 15.Peter LattmannResultate Seite 16>

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