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Probleme mit dem Davoser Beton

Die Flyers steigen heute mit grossem Respekt vor der Defensive und den Kontern der Davoser ins zweite Finalspiel.

Ein Tor in der Overtime tut jedem Sieger gut. Ein solches finales Glückstor, wie es Frédéric Rothen gegen den HCD zum 2:1 widerfuhr, erst recht. Die Kloten Flyers begannen damit die Finalserie mit einer gewonnenen Verlängerung wie zuvor im ersten Halbfinal gegen den EVZ. Mittlerweile haben sie neun Spiele in Folge gewonnen, ein bisher makelloses Playoff in der Statistik. Der aktuelle Gegner hält den Rekord der Ungeschlagenheit im Playoff: Zwischen dem Halbfinal 2002 und dem Halbfinal 2003 reihte er ein Dutzend Siege aneinander. Die überlegene Erfahrung des HCD zeigt sich auch in einem anderen Bereich: Am Dienstag stimmte er zum 28.Mal seit 7 Jahren die Nationalhymne an, die jeweils vor den Finals abgespielt wird. Für die Flyers war sie eine Premiere.Der sensationelle TrickDas Training ein paar Stunden danach war in Kloten ein lockeres Auslaufen mit abschliessendem Penaltyschiessen. Der sensationelle Trick, mit dem am Dienstagabend der 22-jährige Linus Omark im Testländerspiel gegen die Schweiz Goalie Marco Bührer bezwungen hatte, war auch in der Kolping Arena ein Thema. Anders Eldebrink nahm es mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Er wird an der WM in Bern wieder Headcoach Bengt-Ake Gustafsson assistieren. Flyers-Center Tommi Santala hatte den Versuch des Schweden am Video besonders gut studiert. Ihm gelang unter grossem Hallo der Kollegen eine perfekte Kopie dieses verzögerten Lobs über die Stockhandschulter. Die beiden Trainer hielten sich nicht lange mit dem ersten Match auf, in dem eigentlich alles für die Flyers gelaufen war. Eldebrink sprach das Auswärtssystem der Davoser an. «Wenn der Gegner mit fünf Mann an der blauen Linie steht und das erste Tor schiesst, wird es immer schwierig.» Der HCD des ersten Finals sei die defensivste Mannschaft gewesen, mit der er im Playoff konfrontiert war, sagte Eldebrink. Heute Donnerstag erwartet er einen Widersacher, der selber ab und zu öffnen und mehr Raum gewähren wird. Er attestiert den Davosern starke Wechsel von Abwehr auf Angriff und gefährliche Konter, die oft über Peter Guggisberg laufen. Eldebrink glaubt, der Berner Flügel sei der schnellste Spieler, den man in der Schweiz je gesehen habe, gar schneller, als Felix Hollenstein einst war. Del Curtos GejammerDie Rushes von Guggisberg und andern vor dem plötzlichen Ende der Verlängerung verdeutlichten erneut, dass das öffentliche Gejammer von Trainer Arno Del Curto über die erdenschwere Müdigkeit des Teams der mittlerweile auch von eigenen Spielern belächelte Versuch ist, dem HCD die Rolle des Underdogs zuzuweisen. Es ist nicht einzusehen, weshalb die wohl am besten trainierte Mannschaft der Liga ein solches Programm nicht aushalten sollte. In der NHL haben die Finalisten des Stanley-Cups schon vor der Entscheidung drei Playoff-Serien in den Beinen. Der EVZ brauchte 1998 für den bisher einzigen Titel fast das Maximum an Spielen (20). Im Finale schlug er damals Arno Del Curtos HCDKicktor oder nicht?Schiedsrichterchef Reto Bertolotti kann den Aufruhr um Rothens Tor in der Verlängerung, das die erste Finalpartie entschied, nicht nachvollziehen. Denn die Regel, was ein Kicktor sei und was nicht, sei klar: «Wenn der Spieler mit einem Schlittschuh eine aktive Bewegung Richtung Puck macht, liegt ein Kicktor vor. Sonst nicht. Und bei Rothen ist klar ersichtlich: Er macht keine aktive Kickbewegung.» Bertolotti attestiert dem Schiedsrichterduo Stalder/Prugger in dieser fraglichen Szene ein korrektes Vorgehen, zumal das Video konsultiert wurde. Werner Schweizer/sg>

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