Zum Hauptinhalt springen

Olympische Helden

Wäre ihre Geschichte nicht so speziell gewesen, sie wären einfach zwei weitere unter den Exoten gewesen, die Olympia bevölkern und auch speziell machen. Als aber die Ruderer Haidar Nozad und Hussein Jebur am 12. August in Peking das Ziel im Vorlauf des Doppel-Zweiers mit gut 30 Sekunden Rückstand auf das Siegerboot erreichten, stand die Weltpresse bereit. Die beiden sind Iraker. Sie hatten sich im kriegsversehrten Bagdad auf die Spiele vorbereitet. Ihr Trainingsrevier war der Tigris und ihr schärfster Konkurrent auf dem Weg nach China der Krieg, der ihr Training immer wieder verunmöglichte und sie zu Pausen zwang. Sie ruderten zwischen Patrouillenbooten von Armee und Polizei auf einem knapp 1800 Meter langen Stück des Flusses. Das übrige Gebiet war verbotene Zone. Wen kümmerte da der Rückstand von 30 Sekunden in Peking? Für Haidar Nozad und Hussein Jebur galt: Der Weg ist das Ziel. Sie sind eine Art olympische Helden. (ger)In dieser Rubrik werden bis Weihnachten 21 Geschichten aus dem Sportjahr erzählt. >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch