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Neue Ausländer?

Am Tag 1 nach Bekanntwerden der Sparmassnahmen sah es nicht danach aus, dass die drei SCL-Tigers-Ausländer bleiben.

Es wurde viel geredet und gefragt am Tag, nach dem die SCL Tigers bekannt gemacht hatten, dass sie ihr Budget um 1,5 bis 1,7 Millionen (neu zirka 6 Millionen) kürzen. Und zwar indem die gesamte Belegschaft auf 10 bis 15 Prozent ihrer Entschädigungen verzichten muss. Bis am Freitag haben die Betroffenen Zeit, die neue Vereinbarung zu akzeptieren oder nicht.

Im Brennpunkt steht natürlich die NLA-Mannschaft. Wer bleibt, wer geht, ist die Frage. «Bislang sind es eben nur Lippenbekenntnisse von Spielern, die zugesagt haben», sagt Geschäftsführer Heinz Schlatter. Unter den Schweizer Spielern sei allerdings, mit einem kleinen Abstrich, eine positive Tendenz auszumachen.

Drei können auch vier sein

Schwierig wird es bei den Ausländern. Bei Jeff Toms (Vertrag bis 2011), Curtis Murphy (2011) und Oliver Setzinger (2010) sieht es nicht danach aus, als ob die drei nächste Saison noch das Tigers-Dress tragen. «Es wir nicht einfach, sie von diesem Projekt zu überzeugen», gibt der Tigers-Geschäftsführer zu. Sollte das Trio die Emmentaler verlassen, würde immerhin die Lohnsumme der drei frei, um Nachfolger zu verpflichten. Und Toms, der letzte Saison zwar sehr gut, aber nur 23 Mal für die Tigers gespielt hat, Murphy (27 Einsätze) und Setzinger sind mit vergleichsweise guten Ausländerverträgen ausgestattet. Wie, sprich auf wie viele Köpfe, die allenfalls frei werdende Summe neu verteilt würde, ist ja egal. Drei «Kuchenstücke» kann man bekanntlich auch in vier oder fünf aufteilen

Heinz Schlatter selbst sagt, dass er die neue Situation, die auch sein Salär betrifft, akzeptiert und seinen Posten auch in Zukunft gern ausüben will. «Auch wenn wir Federn lassen müssen, stehe ich hinter meiner Aufgabe.» Dafür, dass Sponsoren Verträge nicht erneuern, wenn sie gleichzeitig Kurzarbeit für die Belegschaft einführen oder es in Zukunft möglicherweise tun müssen, hat er Verständnis.

All jene, die im Unternehmen SCL Tigers nicht befristete, sondern Verträge nach OR besitzen (Administration), stünden ebenfalls hinter der getroffenen Sparrunde. Alle würden aber natürlich darauf vertrauen und hoffen, dass es weitergeht und die SCL Tigers nächste Saison ein so attraktives Eishockey spielen, dass mehr als die kalkulierten 4400 Fans durchschnittlich zu den Heimspielen kommen. Jeder mehr mindert die Einbusse aller Betroffenen. (msk)

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