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«Ich habe viel Geduld»

Fabio Coltorti (28) wartet bei Racing Santander weiter auf seine Chance.

Seit Sommer habe ich für Santander nur ein Meisterschaftsspiel absolviert, das war kurz vor Weihnachten gegen Málaga. Natürlich möchte ich öfter im Tor stehen, regelmässiger. Aber nach wie vor ist mein Konkurrent Toño vor mir, und ich habe das zu akzeptieren. Offen gestanden muss ich sagen, dass es derzeit auch keinen Grund gibt, daran etwas zu ändern. Toño macht seine Sache gut. Aber das heisst nicht, dass ich mich damit abfinde, bis zum Ende meines Vertrags 2011 auf der Bank zu sitzen. Ich habe die Ambition, die Nummer eins zu werden, und Toño dient mir dabei auch als Vorbild. Als ich im August 2007 nach Santander kam, pfiffen ihn die Leute aus. Aber er hat sich mit Leistungen den Respekt erarbeitet. Sein Aufstieg in den vergangenen Monaten ist durchaus bemerkenswert. Er ist mein Konkurrent, aber der Umgang ist korrekt. Letztlich steht der Teamgedanke über den individuellen Interessen. Überlegungen, woanders Spielpraxis zu sammeln, habe ich mir bis jetzt keine gemacht. Es stimmt vieles für mich in Santander – auch das Wetter. Als es in der Schweiz bitterkalt war, hatten wir immer zehn, zwölf Grad.In den eineinhalb Jahren, die ich bis jetzt in Spanien verbracht habe, bin ich ein qualitativ besserer Goalie geworden. Und ich habe auch eine gewisse Ruhe erlangt. Die Situation, in der ich mich befinde, erfordert Geduld. Ich habe Geduld, viel Geduld, weil ich glaube, dass meine Zeit bei Racing Santander bald kommen wird. Die Energie und den Willen, mich durchzubeissen und durchzusetzen, die bringe ich auf. Auf dem Weg zu meinem Ziel habe ich jedenfalls den richtigen Weg eingeschlagen. Ausserdem betrachte ich die Bilanz meiner Einsätze immer etwas differenzierter. 21 Pflichtspiele habe ich in Spanien hinter mir. Das ist nicht überragend, klar, aber es ist mehr als gar nichts. Ich bin 28 Jahre alt und habe einen rechten Teil meiner Karriere noch vor mir. Also bleibt mir auch noch Zeit, dahin zu kommen, wo ich hin will. Ich zweifle nicht an mir. Meine Qualitäten reichen aus, um in der Primera Division mitzuhalten, zumal ich mich in den letzten Monaten wirklich stark verbessert habe.Das Thema Nationalmannschaft ist derzeit – natürlich – nicht aktuell. Um mir ein Aufgebot zu verdienen, muss ich regelmässig spielen. Wenn Ottmar Hitzfeld mich braucht, bin ich jederzeit zur Stelle. Meine Leistungen in Spanien bleiben den Verantwortlichen nicht ganz verborgen. Goalietrainer Willi Weber ist im Besitz von Videobildern aus Partien, die ich bestritten habe. Unter Druck setze ich mich wegen der Nationalmannschaft aber nicht. Wenn ich weiterhin Geduld aufbringe und an meine Chance glaube, kommt vieles von allein.Aufgezeichnet: pmb>

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