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Hans Dampf in vielen Gassen

Der Adelbodner Hans Pieren sorgt auch in Val d’Isère trotz schwierigen Wetterbedingungen für ideale Rennpisten.

Es waren nicht nur nette Worte, die Hans Pieren zu hören bekam. Vor allem von seinen ehemaligen Trainerkollegen wurde der Adelbodner, der zwischen 1999 und 2001 als Chef die Schweizer Frauen betreute, angegriffen. Von der «Patinoire de Bellevarde» war die Rede. Der Super-G des Team-Wettbewerbs und der Frauen-Riesenslalom, so die ultimative Forderung, sollten auf die Frauenpiste an der Solaise verlegt werden. Das war vor der Rückkehr des Winters zu Beginn der Woche. Inzwischen musste der Teamevent aus dem Programm gestrichen werden, dafür fand gestern der Frauen-Riesenslalom an der Face de Bellevarde statt. «Bei sehr guten Bedingungen», wie Pieren findet. «Unsere Strategie ist aufgegangen. Wir brauchten diese kompakte, mit dem Balken behandelte Piste. Sonst hätte sie diese Schneefälle nicht überstanden.» Die Strategie haben Pieren und der für den oberen (Abfahrts)-Bereich zuständige Helmut Schmalz bei zwei längeren Besuchen in Val d’Isère entwickelt – vor einem Jahr und im Dezember bei den Weltcup-Rennen. Sie rechneten mit starken Schneefällen und behielten Recht. Sprühbalken im HangarFür den Männer-Riesenslalom von heute Freitag verspricht Pieren eine noch etwas glasigere, aber nicht vereiste Piste. Der Sprühbalken, mit dem Pieren auch bei seinem Heimrennen am Chuenisbärgli so gerne arbeitet, bleibt bis nach dem Frauen-Slalom im Hangar. Wenn es weiterhin so kalt bleibt, könnte es im Männer-Slalom eisig werden. Pieren, der in seiner zwölf Jahre dauernden Karriere während sieben Wintern in der ersten Gruppe starten durfte und doch nie ein Weltcup-Rennen gewann, arbeitet seit drei Jahren als Assistent von Race Director Atle Skardaal und ist für die Präparierung der Slalomhänge zuständig. Das ist ein Fulltime-Job zwischen September und März. Zahlreiche EinsätzeDer Hans dampft aber noch in anderen Gassen. Zwischen Weihnachten und Neujahr sorgte er dafür, dass in Moskau ein spektakulärer Spezialslalom durchgeführt werden konnte, dann war er Rennleiter in Adelboden. Daneben hat er auch noch eine eigene 1992 gegründete Firma, die Hans Pieren Top Products, mit der er Ski- und Snowboard-Bekleidung und -Zubehör für den ambitionierten Skifahrer per Internet vertreibt. «Dafür ist vor allem meine Frau mit drei Freizeitangestellten zuständig», sagt er. Martin Born, Val d’Isère>

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