Zum Hauptinhalt springen

Häberlis Zeit bei YB ist abgelaufen

Bei den Young Boys kommt es wohl zum Abschied von Thomas Häberli. Trainer Petkovic plant nicht mehr mit dem Routinier. Im Transferpoker um GC-Mittelfeldspieler Senad Lulic verlangen die Zürcher eine hohe Ablösesumme.

Stürmer Thomas Häberli spielt in den Überlegungen von YB-Trainer Vladimir Petkovic kaum noch eine Rolle. (Keystone)
Stürmer Thomas Häberli spielt in den Überlegungen von YB-Trainer Vladimir Petkovic kaum noch eine Rolle. (Keystone)

Bei den Bernern zeichnet sich der Abgang des dienstältesten Kaderspielers immer stärker ab: Thomas Häberli, 35-jährig und seit neun Jahren bei den Young Boys, könnte mit seinem Tor zum 3:0 in Basel seinen persönlichen Schlusspunkt unter die Zeit in Bern gesetzt haben. Erste Gespräche mit den Verantwortlichen fanden statt, und die Wahrscheinlichkeit, dass er nach der Sommerpause nicht mehr zum Kader zählt, ist gross. Dem Vernehmen nach plant Trainer Vladimir Petkovic nicht mehr mit dem Routinier. YB möchte Publikumsliebling Häberli aber nicht verlieren. Hängt er nicht bei einem anderen Super-League-Verein noch eine Saison an, soll er in der Nachwuchsabteilung der Young Boys einen Trainerposten übernehmen. Sicher ist seit längerem, dass er in seiner Innerschweizer Heimat bei Drittligist Perlen-Buchrain als Trainer amten wird.

1,5 Millionen für Lulic

Vor einem Jahr trennten sich die Wege von Mittelfeldspieler Senad Lulic und Trainer Vladimir Petkovic. Lulic verliess Bellinzona nach dem Aufstieg Richtung Zürich – der Bosnier unterschrieb bei den Grasshoppers einen Dreijahresvertrag. Petkovic wiederum schlug im August den Weg nach Bern ein – er ersetzte bei den Young Boys Trainer Martin Andermatt. Nun sind die Berner daran, die YB-Ausgabe 2009/10 zu formen. Und dazu gehört der Wunsch des Coachs, Lulic zu verpflichten. Der 23-Jährige, der seine Ballfertigkeit zuletzt mit dem wunderbaren Treffer nach einem Sololauf gegen Basel unter Beweis stellte, ist aber nicht ganz billig. GC will angeblich rund 1,5 Millionen Franken Ablöse, und darum ist fraglich, ob Lulic am 12.Juni zum Start in die Vorbereitung als Zugang präsentiert wird. Wankdorf-CEO Stefan Niedermaier stellt klar: «Wir bezahlen nicht mal eine Million Franken.» Lulic bringt erst ein Jahr Super-League-Erfahrung mit. YB-Sportchef Alain Baumann bekam in einem Telefonat mit seinem GC-Amtskollegen Erich Vogel zu hören, Lulic werde nicht abgegeben. «Vorderhand lassen wir die Sache ruhen und melden uns nicht mehr bei GC», betont Baumann, «aber wir sind nach wie vor sehr interessiert.»

Auf gutem Weg ist der Transfer von Scott Sutter, dem englisch-schweizerischen Rechtsverteidiger von GC. Der 23-Jährige, der wegen Verletzungen lediglich zu drei Einsätzen in dieser Saison kam, ist ablösefrei, weil sein Vertrag bei den Zürchern ausläuft. «Das Interesse ist beidseits gross», bestätigt Baumann. Neben Sutter drängt YB auch darauf, Jacopo La Rocca zu holen. Der 25-jährige Italiener stieg mit Bellinzona vor einem Jahr wie Lulic unter der Leitung von Vladimir Petkovic in die Super League auf. Die Einigung mit den Tessinern steht aber noch aus. Verteidiger La Rocca besitzt einen bis 2011 gültigen Vertrag.

Wölfli zu teuer für Mainz?

Am Freitag machte in Basel auch Marco Wölfli auf sich aufmerksam. Der 26-jährige Goalie, der bislang zwei Länderspiele für die Schweiz bestritt, beeindruckte unter anderem Jörn Andersen, den Trainer von Bundesliga-Aufsteiger Mainz. Andersen erklärte gestern: «Er könnte für die Zukunft durchaus ein Thema für uns werden. Dass er ein sehr guter Torhüter ist, steht ausser Frage.» Und wann könnte Wölfli ein Thema werden? «Nicht sofort, sondern in Zukunft. Er hat noch einen Vertrag bis 2012, deshalb können wir uns ihn nicht leisten.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch