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Grünes Spiel auf den Greens

Das Ladies Swiss Open in Losone wird als erstes

Gwladys Nocera (Fr), 2008 Gesamtsiegerin der Ladies European Tour (LET), wird als Topfavoritin ins Tessin ans Deutsche Bank Ladies Swiss Open (14.–17. Mai) reisen. Fehlen wird hingegen Titelverteidigerin Suzann Pettersen (No), die in den USA antritt. Die Absenz der Weltranglistenfünften dürfte damit zusammenhängen, dass am wichtigsten Frauengolfturnier der Schweiz keine Antrittsgagen gezahlt werden.Dies ist allerdings die einzige Konzession an die Weltwirtschaftskrise. Das Preisgeld beträgt unverändert 525000 Euro (ca. 795000 Franken), die Infrastruktur wurde sogar verbessert. «Uns ist wichtig, den Event in seiner bisherigen Qualität zu erhalten», sagt Turnierdirektor Hanns Michael Hölz. Investiert haben die Veranstalter statt in Startgelder für Stars in den Umweltschutz. Das Ladies Swiss Open findet unter dem Motto «Grüner golfen!» statt und wird das erste klimaneutrale LET-Turnier sein. Eine Kooperation mit der SBB soll viele Zuschauer dazu bewegen, mit dem Zug nach Losone zu reisen. Zum Einsatz kommen energieeffiziente Elektrogeräte, wiederverwendbares Geschirr und Mehrwegflaschen. Zudem bestehen Vereinbarungen mit Catering-Partnern, dass diese nur Waren aus ökologischem Anbau in der Region liefern dürfen.«Wir können nicht ganz auf CO2-Ausstoss verzichten», räumt Hölz ein, «aber wir können mit der Natur sorgfältiger umgehen.» Trotz aller Bemühungen werden – auch wegen der Flugreisen der Teilnehmerinnen – gemäss Berechnungen der Veranstalter 1777 Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Zum Vergleich: Ein Durchschnittsschweizer produziert jährlich 11 Tonnen.Die 1777 Tonnen CO2-Ausstoss sind durch den Kauf von Emissionszertifikaten neutralisiert worden, was den Titelsponsor rund 47000 Franken gekostet hat. Unterstützt werden dadurch Projekte in Indien und Brasilien, die beide der Stromgewinnung dienen. In Indien werden die Hülsen aus Reismühlen als Biomasserohstoff eingesetzt, in Brasilien wird der Dampfüberschuss einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage für Bagasse (ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion) genutzt. «Man könnte auch bei uns den CO2-Ausstoss vermindern, aber in Entwicklungsländern ist der Hebel und dadurch auch der Energienutzen grösser», erklärt Hanns Michael Hölz.Adrian RuchLadies Swiss Open. Datum: 14.–17.Mai 2009. – Ort: Golfclub Gerre Losone. – Eintrittspreise: Donnerstag und Freitag gratis, Samstag und Sonntag je 20 Franken. – Ticketverkauf: 091 7910091 und www.dblso.ch.>

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