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GC: Schall und Rauch

GC und der angebliche

Die Geschichte wird am Montag publik, eine Geschichte, die zuerst klang wie ein Märchen, dann aber absurde Züge annahm. Sie handelt von einem Mann, der unter dem Namen Volker Eckel als Mittelsmann seines reichen Halbbruders aus dem arabischen Raum auftritt und verspricht, den Grasshoppers tüchtig unter die Arme greifen zu wollen. Eckel, ein Deutscher, will allen Ernstes glaubhaft machen, 300 Millionen Franken in den finanziell schwer angeschlagenen Klub zu investieren – ohne nennenswerte Gegenleistung. Die wahnwitzige Summe gibt Anlass zu reichlich Kopfschütteln und kritischem Hinterfragen. 300 Millionen für GC? Gestern Mittwoch verbreitet der «Blick», der die skurrile Story lanciert hatte, dass der vermeintliche Investor Schulden habe und pleite sei. GC-Manager Erich Vogel und Finanzchef Heinz Spross hatten mit Eckel einen Vertrag unterzeichnet. Der Investor verpflichtete sich mit der Unterschrift, bis am 30.April eine erste Tranche von 150 Millionen Franken zu überweisen. Vereinbart wurde auch eine Geheimhaltungsklausel mit Strafandrohung über drei Millionen Franken. Vogel erklärte gestern gegenüber Radio1, dass GC «extrem gut dokumentiert» gewesen sei. Beim zweiten Treffen mit Eckel im noblen Hotel Baur au Lac sei ihnen bewusst gewesen, dass die Geschichte nicht stimmen könne. Vogel und Spross liessen sich gleichwohl noch einmal auf eine Begegnung mit Eckel ein, weil dieser die Vertragssumme von 150 auf 300 Millionen Franken verdoppelte. «Das kleine Fünkchen, dass es wahr sein könnte, das lässt du dir nicht entgehen», sagte Vogel zu Radio1. Und: «Wir haben keine Rechte abgetreten und keine Aktien verkauft. Die Realisierungschance haben wir immer sehr tief eingeschätzt.» Dass die GC-Führung mit System vorgeführt wurde, glaubt Vogel nicht. Und Eckel will nichts davon wissen, dass die Seifenblase platzt. Unbeirrt gab er gestern Radio24 ein Interview. Er sprach vollmundig von grossen Zielen und dass er künftig Transfers absegnen werde. Er behauptete, das Geld werde fliessen. «Ich habe der GC-Spitze eine Bankbestätigung vorgelegt.» Die Zürcher mochten sich dazu nicht äussern. Sie verwiesen auf eine Pressekonferenz von heute. Erwartet wird, dass sich die Geschichte als Schall und Rauch erweist. pmb>

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