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Fast wie früher

YB - GC: Der heutige Cup-Viertelfinal führt zwei Grosse des Schweizer Fussballs zusammen. Und zwei Teams, die in Form sind.

Heute ist für die Young Boys der richtige Zeitpunkt, die Fortschritte der letzten Monate unter Beweis zu stellen: Ein Heimsieg im Cup-Viertelfinal gegen GC (20.15 Uhr) wäre das Musterbeispiel für die neue Konstanz. Eine zentrale Frage dürfte sein, wie die Spieler mit ihrem grossen Selbstvertrauen umgehen. YB-Trainer Vladimir Petkovic hat seinem Team vorgegeben, nur an das Heute und Morgen zu denken. «Gut trainieren, gut spielen», fordert er. «Wir haben die Chance, mit drei Siegen im Cup einen Titel zu gewinnen. Aber wir wollen uns nicht viele Gedanken machen. Das Spiel gegen GC ist wichtig – so wichtig wie jedes andere Spiel auch.»

Petkovic will von den Profis eine «Siegermentalität» sehen – auch von jenen, die weniger im Rampenlicht stehen. «Wir haben 18 Stammspieler. Und es tut mir leid, dass ich nicht 20 in die Startformation nehmen kann.»

Fragezeichen Bobadilla

Im Stade de Suisse treffen zwei Teams aufeinander, welche in Form sind und die gut lesbaren Handschriften ihrer Chefs tragen. Petkovic gilt als Traineraufsteiger der Saison – ein Mann, der seinen Weg geht und irgendeinmal in Italien landen möchte. Hanspeter Latour hat sich bei GC seit seiner Rückkehr vor zwei Jahren eindrücklich in Erinnerung gerufen. Der Thuner, Anfang der Siebzigerjahre als YB-Goalie engagiert, dürfte sich auch heute als ausbrechender Vulkan und dann wieder als Gentleman präsentieren, der dem vierten Offiziellen an der Seitenlinie einen Kaugummi offeriert. Während Petkovic personell fast aus dem Vollen schöpfen kann, fehlen bei GC die Routiniers Ricardo Cabanas (gesperrt) und Boris Smiljanic (rekonvaleszent). Ob Topskorer Raul Bobadilla spielt, entscheidet sich heute; gestern hat der angeschlagene Stürmer jedenfalls trainiert.

YB - GC; vier Buchstaben stehen für grosse Tradition im Schweizer Fussball. In der 83-jährigen Geschichte des Schweizer Cups kam es zwischen 1932 und 1994 elf Mal zum Direktvergleich, drei Mal im Final. Mit Ausnahme der Finals 1953 und 1958, welche die Berner jeweils in einem Wiederholungsspiel für sich entschieden, konnte sich YB nie durchsetzen.

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