Zum Hauptinhalt springen

Erster Titel für Doris Trachsel

Die Freiburgerin Doris Trachsel und Remo Fischer haben sich in Trun die Schweizer-Meister-Titel über 15 km gesichert.

Doris Trachsel liess sich in Trun über die 15 km in der freien Technik lediglich von einer ausländischen Konkurrentin bezwingen. Es siegte wie schon am Mittwoch über 10 km Denise Herrmann (De). Mit der zweitbesten Zeit sicherte sich Trachsel ihren ersten Elite-Schweizer-Meister-Titel: «Damit hätte ich nicht gerechnet.» Die Freiburgerin hatte Seraina Boner zu ihrer Favoritin erkoren. Die Klosterserin verfehlte das Podium um eine halbe Sekunde. Für Trachsel kam dieser Titelgewinn deshalb überraschend, weil bei ihr nach einer katastrophalen Leistung Mitte Dezember in Davos ein Vitaminmangel festgestellt wurde, der sie zurückwarf und über Weihnachten zu einer Pause zwang. Vor zwei Jahren hatte die Karriere der Athletin, die als Versprechen für die Zukunft gehandelt wurde, durch einen Kreuzbandriss einen Knick erfahren. Möglicherweise verhilft dieser Meistertitel Doris Trachsel dazu, den Teufelskreis zu durchbrechen. Im Testrennen in Davos hatte sie das Weltcup-Aufgebot für Otepää (Est) von diesem Wochenende um lediglich drei Sekunden verpasst. Hinter der USA-Rückkehrerin Karin Camenisch kam Natascia Leonardi Cortesi mit dem 3.Platz im Alter von 38 Jahren zur 33.Meisterschaftsmedaille ihrer Karriere. Die Tessinerin mit dem unbändigen Willen hatte ihre Medaillensammlung 1991 in Oberwald mit dem Sieg über 30 km begonnen. Duell bei den MännernBei den Männern entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen Remo Fischer und Toni Livers. Nach 5 km führte der Einheimische mit drei Sekunden Vorsprung; nach 10 km lag Fischer um zwei Sekunden voraus. Doch der in Davos ansässige Zürcher Oberländer war auf der zweiten 5-km-Schlaufe gestürzt. Die Tatsache, dass er zeitlich nicht stärker zurücklag, gab Fischer Zuversicht, dass ihm der dritte Einzel-Meistertitel seiner Karriere zufallen würde und dass ihm die Revanche an Livers für die beiden Spurtniederlagen im Planoiras- und Surselva-Volkslauf gelingen würde. Am Schluss fiel der Zeitunterschied beträchtlich aus, und Toni Livers fand keine Erklärung dafür, weshalb er auf seiner Lieblingsstrecke geschlagen wurde: «Die Beine wollten nicht so recht. Vielleicht spielte die Tagesform eine Rolle. Ich war vom Material etwas enttäuscht. Das ändert nichts daran, dass Remo stärker war.» Dem neuen Meister war zustattengekommen, dass er Anfang Woche die Notbremse gezogen hatte: Nach hartem Training fühlte sich Fischer etwas ausgebrannt, deshalb gönnte er sich am Montag und Dienstag je einen Ruhetag. siResultate Seite 16>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch