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Erste Annäherung an die WM

Das Nationalteam verlor den ersten Test in Schweden zwar erst im Penaltyschiessen 3:4. Trotzdem bleibt noch viel zu tun.

Zumindest für das schwedische Publikum sind selbst Vorbereitungsspiele zur Playoff-Zeit gegen die Schweiz nicht reine Pflichterfüllung. Zum ersten von zwei Vergleichen der beiden Teams gestern in der einzigen schwedischen Barockstadt Karlskrona füllten 4200 Zuschauer das schmucke Kleinstadion bis auf den letzten Platz. Sie sahen stürmende Schweden, verteidigende Schweizer und am Ende einen Sieg ihres Teams im Penaltyschiessen.Dass es zur Lotterie kam, war gleich in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Die Schweden hatten das Spiel zuvor über weite Strecken dominiert und hätten genügend Chancen gehabt, es vorzeitig zu entscheiden. Trotzdem standen die Schweizer dem Sieg am Schluss näher. Kevin Romy erzielte 55 Sekunden vor Ende des dritten Drittels das 3:2 und den vermeintlichen Siegestreffer. 14 Sekunden vor Schluss aber glichen die Schweden mit sechs Feldspielern und ohne Torhüter noch einmal aus. Thierry Paterlini sass dabei auf der Strafbank.Zu viele StrafenDie Schweizer ärgerten sich am Ende darüber, den ersten Sieg in Schweden überhaupt so kurz vor Schluss noch verspielt zu haben. «Wir haben Strafen erhalten, die wir nicht nehmen dürfen», sagte Coach Ralph Krueger. Das galt nicht nur für die Schlussphase, sondern für das ganze Spiel. Elfmal zwei Minuten gegen eine Mannschaft wie die Schweden bleiben normalerweise nicht unbestraft. Die Schweden schossen denn auch den ersten und dritten Treffer in Überzahl.Der Ärger über die Niederlage dürfte aber von kurzer Dauer sein. Denn das Resultat war wie meist in diesen Spielen zweitrangig. In erster Linie war der erste von zwei Tests für die Grosszahl der Spieler eine Gelegenheit, etwas Matchpraxis zu sammeln und sich der WM im eigenen Land einen ersten Schritt anzunähern. Für die Spieler des SCB lag der letzte Einsatz drei Wochen zurück, Zürcher und Genfer waren sogar noch länger ohne Spiel.Vor allem in der Startphase konnte der eine oder andere diese fehlende Matchpraxis nicht verheimlichen. Die Schweizer liessen dem Gegner zu viel Raum, kamen deshalb regelmässig zu spät und konnten sich nur noch mit Strafen wehren.Einer der auffälligsten Figuren des Abends war auch deshalb Torhüter Marco Bührer, der mehr als einmal in höchster Not rettete. Die grösste Parade zeigte der Berner in der 57.Minute, als er Rapperswils Niklas Nordgren in extremis stoppte.Zu den Gewinnern innerhalb des Teams gehörten aber auch Martin Plüss, Ivo Rüthemann und Ryan Gardner, die erstmals in einer Linie stürmten und viele gute offensive Aktionen hatten. Das Trio hat in dieser Zusammensetzung Zukunft. «Es ist unser Ziel, schon in dieser Phase ein, zwei fixe Sturmlinien für die WM zu finden», sagte Krueger.Ein Freiburger TrioNächste Woche erwartet der Coach Alternativen. Noch vor dem Spiel in Karlskrona hatte er die Freiburger Sandy Jeannin, Julien Sprunger und Valentin Wirz zur Kadersichtung eingeladen. Zumindest Jeannin und Sprunger sind für die WM im Normalfall Fixstarter. Sie gehörten an den letzten Turnieren zu den Schweizer Leistungsträgern und spielen in Kruegers Dispositionen auch diesmal Schlüsselrollen.Daniel Germann, Karlskrona>

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