Zum Hauptinhalt springen

Entspannt zum lockeren Heimsieg

Die Schweiz hat in Genf souverän 2:0 gegen Moldawien gewonnen. Die Stürmer Blaise Nkufo und Alex Frei erzielten die Tore. Die WM-Perspektiven der Schweizer sind vor den letzten vier Spielen im Herbst aussichtsreich.

Die gute Nachricht hätte nach Spielende aus Kreta eintreffen sollen, aber die Hoffnungen der Schweizer auf ein zweites Unentschieden zwischen Griechenland und Israel erfüllten sich nicht. Weil die Griechen 2:1 siegten, nimmt die Schweiz die letzten vier Partien der WM-Qualifikation im Herbst punktgleich mit Griechenland, aber vier Zähler vor Israel in Angriff. Es sind verlockende Perspektiven, weil beide Konkurrenten noch in Basel anzutreten haben.Deutliche SteigerungDen zweiten Pflichtsieg gegen Moldawien innert vier Tagen realisierten die Schweizer mühelos und souveräner als noch am Samstag in Chisinau. Das Resultat änderte sich zwar nicht, doch vermutlich gibt es kaum ein besseres Rezept, wie man gegen einen Aussenseiter vorgehen muss, als jenes der Schweizer gestern: Sie nahmen den Moldawiern früh die Hoffnung auf eine Überraschung und beseitigten gleich nach der Pause jegliche Zweifel über den Spielausgang. Die treffsicheren Stürmer Blaise Nkufo (20. Minute) und Alex Frei (53.) sorgten mit ihren Toren für einen ziemlich entspannten Verlauf einer einseitigen Veranstaltung. «Wen man solche Stürmer hat, spielt es ja keine Rolle, wenn die Mittelfeldspieler nicht regelmässig treffen», sagte Ottmar Hitzfeld – und lächelte. Es war sein Beitrag zur Diskussion über die Schweizer Aufbauer, die selten als Torschützen in Erscheinung treten.Noch am Wochenende hatte Hitzfelds Team in Moldawien bis zur Nachspielzeit um drei Punkte Richtung WM 2010 zittern müssen. Gestern ermöglichte das 2:0 durch Frei eine allgemeine Entspannung der Nervenlage (und der Stimmbänder) beim Trainer. «Wir haben heute disziplinierter, intelligenter, besser gespielt», lobte Hitzfeld. Aufregend wurde es vor dem Schweizer Tor in der Schlussphase dennoch zweimal: In der 78. Minute ging ein Freistoss von Waleriu Andronic an den Pfosten, zehn Minuten später schoss Sergej Alexejew neben das Tor. In jener Phase hatte die Schweiz längst auf Kraftsparmodus umgestellt. «Aber unser Sieg geriet nie in Gefahr», sagte Hitzfeld.Herrliches Tor zum 1:0Das Bestreben der Schweizer, Druck und Tempo zu entwickeln, war von Anfang an zu spüren gewesen. Nach einer Viertelstunde hatten sie bereits vier Eckbälle ausführen dürfen, sie griffen von links und rechts und durch die Mitte an, konzentriert und zügig, und es war kein Zufall, führte eine schöne, rasante Kombination über die rechte Seite zum 1:0. Stephan Lichtsteiner schlug die präzise Flanke, und Nkufo erzielte in der Mitte bereits seinen fünften Treffer im sechsten Qualifikationsspiel. Der Abschluss des bulligen Angreifers darf in keinem Lehrvideo fürs Stürmertraining fehlen. Nkufo verschaffte sich mit einer Körperbewegung den Raum, um zu einem kraftvollen Kopfball aus rund 15 Metern anzusetzen, der die Geschwindigkeit eines hart getretenen Schusses annahm – und zur Krönung spektakulär unterhalb der Latte im Tor landete. Moldawiens Torhüter Stanislaw Namasco wurde von der Wucht des Kopfball-Geschosses derart überrascht, dass er seine Hände nicht schnell genug nach oben bewegen konnte.Es war ein Auftakt wie aus dem Drehbuch für relativ lauf- und spielfreudige Schweizer, der einwandfreie Rasen im Stade de Genève ermöglichte den technisch erheblich begabteren Gastgebern eine flüssige Ballzirkulation. Die tapferen Moldawier wehrten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die ziemlich bescheiden waren und in erster und zweiter Linie darin bestanden, mit einer defensiven Ausrichtung grösseren Schaden abzuwenden. Sie näherten sich im Zehnminutentakt dem gegnerischen Strafraum und waren so kein Stolperstein für die Schweiz auf dem eingeschlagenen Weg an die WM 2010. Fabian RuchTelegramm/Noten/Tabelle Seite 19>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch