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EM-Bronze für Patrizia Humplik

Die Bernerin Patrizia Humplik hat an der Kurzbahn-EM in Rijeka die erste Medaille für die Schweiz gewonnen. Das 18-jährige Schwimmtalent verbesserte in 2:21,68 auch zum vierten Mal den Schweizer Rekord über diese Distanz.

Patrizia Humplik sorgte am zweiten Tag der Kurzbahn-EM in Rijeka über 200 Meter Brust für das Highlight aus Schweizer Sicht. Die 18-jährige Bernerin schwamm gestern in ihrem Geburtsland Kroatien zweimal Schweizer Rekord und gewann überraschend die Bronzemedaille. Wie Humplik qualifizierte sich auch Flori Lang (25) für den Final der besten acht (über 50 m Rücken), in welchem er Vierter wurde. Der Zürcher erreichte im 25-Meter-Becken erstmals eine Zeit unter 24 Sekunden. Weil ihm in 23,83 gleich 0,36 Sekunden zum 3. Platz fehlten, musste Lang der entgangenen Medaille nicht nachtrauern: «Ich habe aus meiner mittelprächtigen Form eine super Zeit herausgeholt.» Für Dominik Meichtry (Zehnter über 100 m Crawl) und Melanie Schweiger (14. über 50 m Delfin) bedeuteten die Halbfinals Endstation. Gestern wurden insgesamt gleich acht nationale Bestleistungen verbessert, womit bis zur Hälfte der Wettkämpfe in der kroatischen Hafenstadt schon elf Landesrekorde aufgestellt worden sind. Sechs Sekunden schnellerPatrizia Humpliks Leistungssteigerung im letzten Jahr ist bemerkenswert. Noch vor einem Jahr stand die Brustspezialistin auf der Kurzbahn über 200 Meter mit einer Zeit von 2:27,79 zu Buche. In den letzten zwei Wochen hat sie ihre Bestleistung über diese Strecke in vier Schritten und um mehr als sechs (!) Sekunden auf 2:21,68 gesenkt. «Weil ich mein letztes Schuljahr auf zwei Jahre verteilt habe, konnte ich viel intensiver trainieren. Ich trainierte mehr und länger im Wasser, auch hatte ich mehr Krafttraining», lautete Humpliks Erklärung für den Leistungssprung. Die Gymnasiastin war im Sommer ihrem Trainer Martin Salmingkeit, der sich nach Unstimmigkeiten vom SK Bern getrennt hatte, zum Schwimmklub Worb gefolgt. «Für mich war dieser Wechsel ein Glücksfall, denn in Worb sind wir höchstens zu fünft im Training. Manchmal habe ich sogar eine Bahn für mich selber. Auch kann der Trainer spezifischer auf mich eingehen.» Im Final in Rijeka schien es bis zuletzt, als würde die gebürtige Kroatin nur den undankbaren 4.Rang belegen können. «Die ersten 100 Meter liefen mir nicht so gut. Doch auf der zweiten Hälfte hatte ich ein gutes Gefühl. Auf den letzten 50 Metern gab ich richtig Gas, denn ich wollte keinesfalls Vierte werden», so Humplik. National wurde die Schweizerin schon vor vier Jahren als Ausnahmetalent gepriesen, doch auf internationaler Ebene konnte sie diesen Vorschusslorbeeren bisher nur bedingt gerecht werden. Valentin Oetterli, RijekaRijeka (Kro). Kurzbahn-EM. 2.Tag. Männer. Finals. 50 m Rücken: 1. Donez (Russ) 23,22. Ferner: 4. Lang 23,83 (Schweizer Rekord, zuvor Lang in 24,02 im Vorlauf). – 100 m Brust: 1. Borisik (Ukr) 57,33. – 100 m Delfin: 1. Cavic (Ser) 49,19. – 400 m Lagen: 1. Jukic (Ö) 4:03,01. Ferner, im Vorlauf ausgeschieden: 20. Kilian Bossard 4:29,30. Halbfinals. 100 m Crawl: 1. Leveaux (Fr) 45,12 (Weltrekord, zuvor Bernard in 45,69 am 7.Dezember in Angers/Fr). Ferner, ausgeschieden: 10. Meichtry 47,96 (Schweizer Rekord im Vorlauf in 47,68, zuvor Novy in 47,78 am 23.November 2003 in Uster). Im Vorlauf ausgeschieden: 37. Rast 48,74. 39. Lang 48,85. 51. Künzi 49,33. Frauen-Finals. 100 m Crawl: 1. Veldhuis (Ho) 51,95. – 800 m Crawl: 1. Filippi (It) 8:04,53 (Weltrekord, zuvor Ziegler/USA in 8:08,00 am 14.Oktober 2007 in Essen/De). Ferner: 13. Oberson 8:32,39. – 100 m Rücken: 1. Jovanovic (Kro) 56,87. – 200 m Brust: 1. Alexejewa (Russ) 2:19,93. 2. Jukic (Ö) 2:20,48. 3. Humplik 2:21,68 (Schweizer Rekord, zuvor Humplik in 2:22,09 im Vorlauf). Im Vorlauf ausgeschieden: 19. Schlegel 2:27,43. 30. Ribi 2:32,52. – 50 m Delfin: 1. Schreuder (Ho) 25,21. Ferner, im Halbfinal ausgeschieden: 14. Schweiger 26,73 (Schweizer Rekord, zuvor im Vorlauf in 26,94). Im Vorlauf ausgeschieden: 33. Van Berkel 27,43. – 450 m Crawl: 1. Holland (Schreuder, Dekker, Kromowidjojo, Veldhuis) 1:33,80 (Weltrekord, zuvor Holland in 1:34,82 am 14. Dezember 2007 in Debrecen/Un). Ferner, im Vorlauf ausgeschieden: 14. Schweiz (Noccioli, Schweiger, Baillod, Prünte) 1:42,21 (Schweizer Rekord, zuvor 1:43,01 am 12.Dezember 2003 in Dublin). – Halbfinals. 100 m Lagen: 1. Seppälä (Fi) 59,62. Ferner, im Vorlauf ausgeschieden: 28. Baillod 1:03,50. >

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