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Ein Derby voller Geschichten

Der BSV Bern Muri hat erstmals in dieser Saison ein Derby gegen Wacker Thun gewonnen. In der beinahe zwei Stunden dauernden Partie musste unter

Ein Handballspiel sollte im Normalfall nach etwa anderthalb Stunden beendet sein. In der Gümliger Mooshalle hätte so eigentlich gegen 21 Uhr die Schlusssirene ertönen müssen. Sie erklang schliesslich um 21.33 Uhr. Hinter den Beteiligten lagen 113 Minuten voller Zwischenfälle, kleinerer und grösserer Geschichten. Schiedsrichter verletztDas Spiel hatte bereits 10 Minuten zu spät begonnen. Dies wäre nicht der Rede wert, werden doch Handballspiele häufiger mit ein paar Minuten Rückstand auf die Marschtabelle angepfiffen. Danach folgten aber unter anderem eine verletzungsbedingte Auswechslung eines Schiedsrichters, geschätzte 25 Spielunterbrüche, weil die Spielfläche gewischt werden musste, eine rote Karte gegen Stephan Leiser wegen eines Revanchefouls und letztlich auch noch ein spannendes Derby, das der BSV Bern Muri für sich entschied. Die ersten Minuten waren von einer grossen Anzahl Treffer geprägt. Verteidigen stand bei beiden Mannschaften nicht hoch im Kurs. In der 14.Minute begann das persönliche Drama des Schiedsrichters Giacchino Cristallo. Der Unparteiische zog sich eine Beinverletzung zu. Er musste sich vom Physiotherapeuten des BSV Bern Muri pflegen lassen und hielt bis zur Pause durch. Danach aber war Schluss. Wie weiter? Am Zeitnehmertisch wurde rege diskutiert, auch Peter Mühlematter, der in der Halle anwesende Generelsekretär des Internationalen Handball-Verbandes, wurde zu Rate gezogen. Schliesslich stellte sich der SHV-Delegierte Felix Rätz, ein ehemaliger Spitzenschiedsrichter, als Referee zur Verfügung. Dessen Position als offizieller Vertreter des nationales Verbandes übernahm Urs Maibach, der über die entsprechende Qualifikation verfügt. BSV war clevererDas Spiel wurde von der clevereren Mannschaft gewonnen. Während Wacker in den letzten 5 Minuten gleich drei Strafen kassierte, blieben die BSV-Akteure ruhig. Stefan Odermatt erzielte zwei entscheidende Treffer zum 31:29 und 32:29. «Wir haben gekämpft und uns am Ende des Spiels auch nicht mehr provozieren lassen», meinte der Linkshänder. Der Thuner Luca Linder beklagte die dummen Fehler seines Teams in der Schlussphase. «Wir haben die Angriffe zu früh abgeschlossen. Da merkte man, dass die Routine fehlt und viele junge Spieler im Team stehen.»Reto PfisterTelegramm/Tabelle Seite 18>

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