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Die Wettkampfpause war spürbar

Die finale Phase der Qualifikation hat für die SCL Tigers mit einem 3:2-Sieg gegen Ambri begonnen. Die Emmentaler, die nach der fast zweiwöchigen Pause etwas Anlaufzeit brauchten, setzten sich im Penaltyschiessen durch.

Fast zwei Wochen hatten die SCL Tigers zuletzt aufgrund der Nationalmannschaftspause spielfrei. Zeit, die diverse Spieler nutzten, um ihre Blessuren auszukurieren. Mit dem ersten Spiel gegen Ambri hat für Lagnau nun die finale Etappe auf dem Qualifikations-Weg begonnen. Einem Weg an dessen Ende die Abzweigungen Richtung «Playoffs» und «Playouts» stehen. Die Aussicht, im elften Anlauf erstmals Richtung «Playoffs» abzubiegen, sind für die Tigers nach dem gestrigen 3:2-Erfolg nach Penaltyschiessen (erster Saisonsieg gegen Ambri) weiter intakt. An Chancen, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden, hat es den SCL Tigers nicht gefehlt. Fehlende WettkampfpraxisKein Training der Welt ersetzt den Ernstkampf. Selbst wenn die Emmentaler während der Pause phasenweise ein Trainingslager simuliert und sehr hart gearbeitet haben. Allein der Wettkampf bei dem es um etwas geht, setzt Adrenalin frei. Das Stresshormon also, welches Blutdruck und Puls ansteigen lässt, körpereigene Energiereserven bereitstellt und weckt. Die fehlende Ernstkampf-Praxis war den Emmentalern über weite Strecken der Partie denn auch anzumerken, Da half auch der Besuch von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht. Ambri dagegen hatte bereits am Dienstag gegen den SC Bern im Einsatz gestanden. Ein «Warm up», welches den Tessinern primär in der Startphase punkto Präsenz Vorteile einbrachte. Hinsichtlich Effizienz allerdings blieben die Tigers Sieger. Todd Elik, der seinen Mitspielern zahlreiche Pucks massgeschneidert auflegte, bediente Daniel Steiner. Der beste Langnauer Torschütze (21 Saisontore) brachte sein Team in Führung. Vorab während einer längeren Phase doppelter Überzahl (1:33) verpassten es die Gastgeber, ihren Vorsprung auszubauen. Erst als Ambri seinerseits im Powerplay ausgeglichen hatte, war es wieder das Duo Elik/Steiner, welches Sekunden später für das 2:1 sorgte. Selbst wenn die Tigers zusehends besser in die Gänge kamen, ihre Höchstleistung erreichten sie nie. Und dann war da auch noch Ambris slowakischer Karol Krizan, der glänzte, und dem «3-Punkte-Glück» der Emmentaler oft im Weg stand. Aufgepasst vor BielHeute folgt für die SCL Tigers der Gang nach Biel. Ein tückisches Unterfangen, selbst wenn die Seeländer die letzten sieben Spiele verloren haben. Immer wenn ein Kantonsrivale in der Bieler Eishalle gastiert hat, gabs zuletzt vom Aufsteiger «Haue». Mehr in psychischer denn physischer Hinsicht notabene. Zu Saisonbeginn gewann der SCB noch 3:2 in Biel. Zuletzt indes setzte es für die Titelaspiranten zwei 1:6-Abfuhren ab. Die SCL Tigers gastierten diese Saison erst einmal in der Uhren-Metropole. Genau 51 Sekunden vor Schluss gingen die Emmentaler damals 4:2 in Führung. Exakt 36 Sekunden später hatte Biel ausgeglichen und präzis nach 175 Sekunden der Verlängerung das Spiel gewonnen. Insofern sollten die Tigers heute von Anfang an auf ihren Adrenalin-Spiegel achten. Michael SchenkTabelle und Telegramm Seite 22>

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