Zum Hauptinhalt springen

Die Bewährungsprobe im Cup

Im Cup-Viertelfinal trifft YB heute auf GC (20.15, Stade de Suisse). Die Grasshoppers haben den Young Boys am 31. August 2008 die letzte Niederlage zugefügt. «Seither haben wir Fortschritte erzielt», sagt Verteidiger Miguel Portillo.

Spezielle Spiele erfordern spezielle Massnahmen. Und der Cup-Viertelfinal gegen die Grasshoppers heute Abend ist für die Young Boys eine besondere Partie. Allen anders lautenden Beteuerungen zum Trotz. Um die Spieler in Ruhe auf die Begegnung vorzubereiten, stand das Team am Dienstag nicht mehr für Auskünfte zur Verfügung, Auskunft gaben die Spieler am Montag. «Die Beine sind noch etwas müde nach dem 3:2-Sieg in Sion. Aber bis am Mittwoch sind wir wieder bereit», sagte Mittelfeldspieler Mario Raimondi da. Und Verteidiger Miguel Portillo ergänzte, die kleineren Blessuren, die vom umkämpften Spiel im Wallis herrührten, seien heute Abend auf jeden Fall überwunden.

Keine Probleme also bei den Young Boys. Die Serie von vier Erfolgen in der Rückrunde und die Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Super League sorgen für ein Hochgefühl bei Trainer Vladimir Petkovic und seinen Spielern. Der Wettbewerb ist heute Abend ein anderer, das Ziel dasselbe – auch im Cup soll die Ungeschlagenheit gewahrt bleiben. Nach Ibach (6:0), Alle (5:0) und Gossau (1:0) wollen die Stadtberner heute auch den ersten nicht unterklassigen Cupgegner in dieser Saison besiegen. Und die Grasshoppers seien ein sehr ernst zu nehmender Rivale, sagt Goalie Marco Wölfli: «GC präsentiert sich in guter Verfassung. Vor allem die Abwehr ist sehr stabil.» Wölfli wird zu seinem ersten Cupeinsatz in dieser Spielzeit kommen.

In den drei Spielen bis zum Viertelfinal stand Paolo Collaviti im YB-Tor. Der Schweizer Nationaltorhüter hat die Auftritte der Grasshoppers verfolgt und festgestellt, dass die Mannschaft des Berner Trainers Hanspeter Latour zuletzt drei Mal in Folge zu null spielte. Die zwei Gegentore, die GC in der Rückrunde zuliess, fielen beim Auftakt, beim 2:2 gegen Leader Zürich.

Wölfli zählt auf Heimvorteil

Die Stärke der Young Boys hingegen liegt bekanntlich in der Offensive. Abwehrspieler Portillo geht dennoch von einem zurückhaltenden Beginn beider Kontrahenten aus. Grund sei der K.-o.-Modus im Cup. «Die Mannschaften neigen in diesem Wettbewerb dazu, eine entscheidende Partie wie der Viertelfinal vorsichtiger anzugehen als ein gewöhnliches Meisterschaftsspiel.»

Bis auf den «anfragenfreien» Dienstag sei die Vorbereitung auf das GC-Spiel nicht anders verlaufen als auf eine Super-League-Partie, sagen die YB-Spieler. «Wieso auch?», fragt Raimondi. «Für uns ist bisher alles gut gelaufen. Da gilt es, so wenig wie möglich zu verändern.» Wölfli sagt: «Uns erwartet ein wichtiges Spiel, ein schönes Spiel, eines, auf das wir uns freuen.» Der Keeper zählt auf die Unterstützung des Berner Publikums und auf den Heimvorteil. «Die Grasshoppers müssen sofort erkennen, dass wir hier zu Hause und sie das Auswärtsteam sind.»

Das Auswärtsteam waren die Zürcher allerdings auch, als sie am 31. August 2008 in der Meisterschaft auf die Young Boys trafen. GC siegte 3:1 und fügte den Bernern die letzte Niederlage zu. «Dessen sind wir uns natürlich bewusst», sagt Portillo. «Doch damals war Petkovic neu im Amt. Seither haben wir grosse Fortschritte erzielt und sind mit seinem Spielsystem erfolgreich.» Der Argentinier weiss, sein Team ist nach sechs Siegen in Folge in der Meisterschaft nicht vor einem Rückschlag gefeit. «Aber wir haben in der Rückrunde bewiesen, dass wir in der Lage sind, auf jeden Spielstand zu reagieren. Deshalb bin ich auch für die Partie gegen GC äusserst zuversichtlich.»

Aussicht auf Losglück

Den Young Boys bietet sich heute die Gelegenheit, die Tür zur Finalteilnahme mehr als nur einen Spalt breit zu öffnen. Mit Zürich und Basel treffen zwei Titelaspiranten im Viertelfinal aufeinander. Weiter empfängt Concordia Basel den FC Luzern und St.Gallen den FC Sion. Bei gewonnenem Viertelfinal könnte YB mit etwas Losglück eine lösbare Halbfinalaufgabe erhalten. Kein Wunder, ist die Hoffnung in Bern auf das Ende der langen Jahre ohne Titelgewinn gross. In der Kabine aber sei noch nie über dieses Szenario gesprochen worden, sagt Marco Wölfli. Einziges Thema sei die Aufgabe gegen GC «Dass die Fans träumen, ist legitim. Wir hingegen beschäftigen uns wie gewohnt nur mit dem Spiel, das ansteht.»

Die möglichen Aufstellungen: YB: Wölfli; Portillo, Ghezal, Schneider; Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi; Varela, Schneuwly, Regazzoni. GC: Jakupovic; Voser, Vallori, Feltscher, Daprelà; Lulic, Colina, Salatic, Zarate; Schultz; Linz. YB ohne Doubai (verletzt) und Augusto (fehlende Spielberechtigung). – GC ohne Dos Santos, Callà und Smiljanic (verletzt), Sutter (rekonvaleszent) und Cabanas (gesperrt). Der Einsatz von Bobadilla ist fraglich.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch