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Der Vorsprung schmilzt dahin

Die SCL Tigers haben

Janne Niinimaa hat im Verlauf seiner Karriere mit 800 NHL-Spielen, als Stanley-Cup-Finalist von 1997 mit Philadelphia, als Weltmeister von 1995 und Olympia-Bronzemedaillengewinner von 1998 schon einige spektakuläre Spiele erlebt. Doch selbst der erfahrene finnische Verteidiger der SCL Tigers bezeichnete die Partie gegen Gottéron als «etwas verrückt». «Es ist natürlich frustrierend, ein derart wichtiges Spiel, das man mehr oder weniger unter Kontrolle hatte, auf diese Art und Weise im Schlussdrittel noch zu verlieren», ärgerte sich Niinimaa.«Aber wir müssen die Schuld für diese keineswegs zwingende Niederlage bei uns suchen. Nicht Gottéron, sondern wir selbst sorgten in den letzten zwanzig Minuten für den entscheidenden Unterschied.» Mit einem Gegentor in Überzahl zum 4:4-Ausgleich, dummen Strafen und zwei Gegentreffern in Unterzahl zur 6:4-Führung der Gastgeber. Janne Niinimaa, der in fünf der letzten sechs Spiele jeweils ein Tor erzielt hat, stellte aber trotz der Enttäuschung im Vergleich zur vorangegangenen Doppelrunde mit den krassen Leistungsunterschieden in den Spielen gegen Biel (3:0) und Ambri (1:4) auch fest: «Sowohl beim 4:3-Heimsieg gegen Davos als auch 24 Stunden danach gegen Gottéron kämpften wir endlich zweimal hintereinander im Playoff-Stil. Die Einstellung, die wir in beiden Partien gezeigt haben, hat mir gefallen. Mit diesem Siegeswillen müssen wir auch zu den restlichen elf Spielen antreten. Nur so geben wir uns selbst eine Chance.» Starke Gottéron-SchweizerDie 7115 Zuschauer erlebten in der ausverkauften St-Léonard-Halle eine ungewöhnlich spannende und attraktive Partie, die von selten gesehener Ausgeglichenheit geprägt war. Die SCL Tigers führten während 18 Minuten, die Gastgeber während 17 Minuten. In den restlichen 25 Minuten stand das Spiel unentschieden. Gottéron hatte die erfolgreicheren Schweizer, die Emmentaler die besseren Ausländer. Jeff Toms (Ka; 3 Tore/0 Assists), Janne Niinimaa (Fi; 1/1), Martin Kariya (Ka; 0/2) und Eric Healey (USA; 0/2) erzielten 9 der 14 Skorerpunkte. Bei den Freiburgern überragte die Schweizer Angriffslinie mit Julien Sprunger (3/0), Andrej Bykow (0/4) und Benjamin Plüss (1/2) mit 10 von 15 Skorerpunkten. Einen schweren Stand hatte bei den Langnauern die defensiv sonst solide Sutter-Linie, die (mit Bieber) zwar beim 3:3-Ausgleich auf dem Eis stand, andererseits aber auch bei zwei Gegentoren der Bykow-Linie (0:1, 2:2; mit Joggi) und vor allem beim Shorthander (4:4; mit Bieber) von Geoffrey Vauclair. Bittere SCL-NiederlageDie SCL Tigers zeigten eines der besten ersten Drittel dieser Saison. Im Mitteldrittel gerieten sie unter Druck (7:20 Schüsse), gingen aber dank zwei Toren von Stettler und Toms innerhalb von anderthalb Minuten trotzdem mit einer 4:3-Führung in die zweite Pause. Eine verpasste Powerplaychance gleich zu Beginn des letztes Abschnittes sowie drei Strafen von Healey, Kariya und Camenzind innerhalb von etwas mehr als fünf Minuten mit zwei Gegentoren verkrafteten die Langnauer aber nicht mehr. Sie erlitten die zehnte Auswärtsniederlage in Serie und erst die dritte Niederlage in dieser Qualifikation bei einer Führung nach zwei Dritteln. «Ja, das ist hart», erklärte Janne Niinimaa, der noch einen weiteren Grund für die Niederlage hinzufügte: «Wenn man in einem Auswärtsspiel fünf Tore erzielt, darf man nicht verlieren.» Gottéron bestätigte mit dem Sieg seinen Aufwärtstrend. Die Mannschaft von Headcoach Serge Pelletier erkämpfte sich in allen fünf Spielen des Jahres 2009 mindestens einen Punkt: 5:4 gegen Rapperswil-Jona (a), 3:4 n.V. gegen Kloten (h), 4:1 gegen Servette (h), 5:0 gegen Ambri (a) und jetzt das 6:5 gegen die SCL Tigers. Werner HallerTelegramm/Tabelle Seite 17>

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