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Davis-Cup-Team führt klar

Das Davis-Cup-Team darf die Weltgruppen-Spieldaten für 2010 schon mal markieren. Die Schweizer führen in der Abstiegsbarrage nach dem ersten Tag 2:0. Roger Federer und Stanislas Wawrinka gaben gegen Italien keinen Satz ab.

Seit vier Jahren sitzt der Berner Severin Lüthi als Captain bei den Davis-Cup-Partien der Schweizer Spieler mit am Rand des Courts. Und da er Roger Federer seit über zwei Jahren auch regelmässig trainiert und ihn auf der Profitour begleitet, kennt der 33-Jährige den Weltranglistenersten inzwischen so gut wie kaum ein anderer. Und trotzdem wird auch Lüthi immer wieder überrascht von den verschiedenen Qualitäten des 28-jährigen Grand-Slam-Rekordsiegers. Auch in Genua, wo dieser nur vier Tage nach dem verlorenen US-Open-Final gestern den Italiener Simone Bolelli (ATP 64) in 1:40 Stunden 6:3, 6:4, 6:1 schlug. «Am Sonntag und Montag spielte er noch Halbfinal und Final in New York auf Hartplatz, nun schon wieder im Davis-Cup in Italien auf Sand – und zeigte dabei eine einwandfreie Leistung», fasste Lüthi zusammen. Sich so schnell umstellen und schon wieder eine derart souveräne Leistung zeigen zu können, sei eigentlich fast unmöglich. «Das kann man gar nicht genug hoch einschätzen. Man benötigt dazu die verschiedensten Qualitäten – nicht nur körperliche, sondern auch mentale.» Viele würden in Federer nur immer den Künstler sehen, dem alles leicht falle. «Aber er ist auch hart mit sich und nimmt jede Herausforderung an. Selbst wenn es gegen Bolelli eng geworden wäre, wäre er bereit gewesen.» «Ein perfekter Match»Unter diesen schwierigen Umständen sei er «sehr zufrieden», sagte auch Federer. Der Sandplatz sei schlecht gewesen, viele Bälle seien versprungen. «Ich konzentrierte mich vor allem auf meinen Aufschlag und wurde besser und besser, während er etwas abbaute. So wurde es ein perfekter Match für mich.» Er habe sich auf eine viel schwierigere Partie eingestellt. «Nun haben wir eine hervorragende Ausgangslage für das Wochenende.»Allein Federers Anwesenheit in Genua war für die Gastgeber ein Grund, nicht mehr an ihre Chancen zu glauben. «Roger, tu uns nicht weh!», schrieb gestern die Zeitung Tuttosport, und «Il messaggero» sah für das Team von Corrado Barazzutti schon vor der Begegnung keine Hoffnung: «Italia, sfida impossibile», hiess es da, die unmögliche Herausforderung. Knapp vier StundenKnapp vier Stunden reichten Stanislas Wawrinka und Roger Federer, um gegen Italien die zwei ersten Einzel zu gewinnen. Wawrinka kam mit einem 6:4, 6:1, 6:2 gegen Andreas Seppi zu einem noch klareren Sieg als Federer. «Ich tat, was ich musste. Ich habe mich schon in den letzten Trainings sehr gut gefühlt und wäre auch bereit, an allen drei Tagen zu spielen», sagte der 22. der Weltrangliste. Ob heute im Doppel die Olympiasieger für die Schweizer antreten, konnte gestern keiner sagen. «Wir wollen das Doppel auf jeden Fall gewinnen – dabei aber auch keine Verletzungen riskieren», so Captain Severin Lüthi. Den Schweizern genügt aus den verbleibenden drei Partien ein Sieg, um auch 2010 in der Weltgruppe zu spielen.René Stauffer, Genua>

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