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Das Vorbild Ebinger

Timo Heiniger ist beim BSV Bern Muri aus dem Schatten von Antoine Ebinger herausgetreten. Der 21-jährige Torhüter bezeichnet Ebinger als eines seiner Vorbilder. Am Samstag (17.30 Uhr, Gümligen) treffen die Berner auf Kriens.

«Ich wollte schon immer im Tor stehen. Diese Position faszinierte mich», sagt Timo Heiniger. Als er mit 10 Jahren in Biel mit dem Handballspielen anfing, spielte Heiniger zwar noch eine Saison im Feld, dann stand aber der Entscheid fest. Aus dem kleinen Timo würde ein Goalie werden. Einer, der rasch Fortschritte machte und auf sich aufmerksam machte. Der aus dem Seeländer Dorf Täuffelen stammende Heiniger spielte bis zur U17-Kategorie in Biel, wechselte nach Lyss in die dortige U21-Mannschaft, um dann wieder mit Biel zwei NLB-Saisons zu bestreiten. Nach Aufgeboten für die U21-Nationalmannschaft war der Weg in die NLA quasi vorgezeichnet. «Als mich 2006 der BSV Bern Muri nach der Verletzung von Daniel Eberhard anfragte, lehnte ich noch ab. Ich wollte noch eine Saison als Stammtorhüter in Biel bestreiten. Ein Jahr später war mir aber klar, dass ich wechseln würde.»Keine KonkurrenzEin grosser Anreiz war, dass Antoine Ebinger zum gleichen Zeitpunkt zum BSV Bern Muri wechselte. «Antoine ist neben den früheren Torhütern meines Stammklubs Biel und Rolf Dobler eines meiner Vorbilder.» War die Hierarchie zwischen dem Routinier Ebinger und Newcomer Heiniger anfangs noch klar, hat sich das in dieser Saison geändert. Heiniger, 21 Jahre alt, erhält mehr Spielanteile und ist mehr als ein Ersatztorhüter geworden. Am letzten Sonntag gegen den RTV Basel kam der Seeländer bereits in der ersten Halbzeit aufs Feld und blieb seiner vielen Paraden wegen die restlichen 40 Minuten im Tor. «Ich habe gehofft, dass ich in der laufenden Saison mehr zum Zug komme», sagt Heiniger. «Ich habe Fortschritte gemacht. Bis jetzt hat alles gepasst.» Ebinger, würde ihn, den Jüngeren, nicht als Konkurrenz empfinden. «Im Gegenteil, er freut sich an einem von mir gehaltenen Ball jeweils mehr als ich.»Nationalteam ein Ziel«Ich möchte bereit sein, wenn Antoine einmal aufhört», blickt der 21-Jährige in die Zukunft. «Dann möchte ich die Position als Stammtorhüter beim BSV übernehmen und nicht durch einen Ausländer verdrängt werden.» Einsätze in der Nationalmannschaft seien ebenfalls ein Ziel. «Momentan käme ein Aufgebot aber noch zu früh.» Die Gegenwart heisst Kriens. Auf die stärker gewordenen Innerschweizer trifft der BSV Bern Muri morgen Samstag in der Gümliger Mooshalle. «Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung», meint Heiniger. «Wir wollen auf dem dritten Platz bleiben.» Reto Pfister>

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