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«Das Resultat tut mir gut»

Die Thunerin Tanja Frieden hat im ersten Snowboardcross-Weltcup-Rennen der Saison als beste Schweizerin den vierten Platz belegt.

Nach zwei durch gesundheitliche Probleme geprägten Saisons setzte Tanja Frieden zu Beginn des Olympiawinters ein erstes Ausrufezeichen. Die Thuner Snowboardcrosserin belegte auf dem kurzen, aber zumindest im Startbereich technisch äusserst anspruchsvollen Parcours im argentinischen Chapelco den vierten Platz. Die 33-jährige Olympiasiegerin von Turin war im von der Kanadierin Maelle Ricker gewonnen Rennen die Beste aus dem starken helvetischen Frauenteam; die Westschweizerinnen Mellie Francon und Olivia Nobs belegten die Ränge 6 respektive 8.Was bedeutet Ihnen der vierte Rang?Tanja Frieden: Ich bin sehr glücklich, mich wieder einmal für einen Final qualifiziert zu haben. Das Resultat tut mir gut; ich arbeitete im Sommer extrem intensiv für derartige Erfolge und war oft sehr hart zu mir selber. Nun weiss ich: Ich bin wieder auf dem richtigen Weg.Inwiefern war der Spitzenplatz auch eine Botschaft an die Konkurrenz?Nun wissen die anderen, dass wieder mit mir zu rechnen ist. Einige hatten mich auf Grund der dürftigen Ergebnisse im letzten Winter wohl schon abgeschrieben. Ihnen war allerdings nicht bewusst, dass ich nach nur einer Woche Schneetraining angetreten war.Wie überstanden Sie das erste Weltcup-Rennen körperlich?Ausgezeichnet. Es war eine Freude, schmerzfrei zu fahren. Endlich fühle ich mich wieder richtig fit. Es ist mir wichtig, dass ich sportlich wieder eine Rolle spiele. Hinterherfahren ist nicht mein Ding.Warum hat es nicht ganz zum Sprung aufs Podest gereicht?Der Start ist meine Spezialität, doch im Final hatte ich gleich zu Beginn einen Verschneider und geriet weit ins Hintertreffen. Dieser Fehler war auf der kurzen Strecke nicht zu kompensieren. Gleich erging es Lindsey Jacobellis (mehrfache Weltmeisterin und X-Games-Gewinnerin, die Redaktion), die auf ähnliche Weise scheiterte, allerdings bereits im Viertelfinal. Zuversicht für die nächsten Rennen gibt mir auch die Qualifikation – trotz eines groben Fehlers wurde ich Vierte.Sie waren in Argentinien die beste Schweizerin. Wie wichtig war das im Hinblick auf die Olympiaselektion?Die Mindestanforderung, eine Top-8-Rangierung im Weltcup, habe ich bereits erreicht. Doch unser Team ist derart stark, dass dies irrelevant ist und letztlich jene vier Athletinnen bei Olympia dabei sein werden, die im Verlauf des ganzen Winters für die besten Ergebnisse gesorgt haben. Daher darf man das Resultat nicht überbewerten. Aber der vierte Rang war sicherlich der erste Schritt auf dem Weg nach Vancouver. Interview: Adrian Ruch>

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