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«Das Interesse am SCB ist phänomenal»

Der SCB empfängt heute Leader Kloten Flyers und reist morgen nach Genf. Stürmer Martin Plüss sagt, das Team müsse alles dafür tun, Platz 1 zu erreichen. Gleichzeitig gelte es, im Hinblick auf das Playoff Fortschritte zu erzielen.

Gestern war ein schwer kranker Jugendlicher, der grösste Lebensfreude ausstrahlt, in der Kabine zu Gast. Wie haben Sie den Besuch des SCB-Fans erlebt? Martin Plüss: Ich habe schon einige solche Sachen erlebt. Es sind jedes Mal ganz spezielle Momente. Wie die Kinder trotz grossem Leiden guter Laune sind und den Kopf nicht hängen lassen, verdient grossen Respekt. Solche Erlebnisse zeigen, dass es viel Wichtigeres gibt als Eishockey. Sie relativieren vieles; das harte Training, die gelegentliche Mühe beim Aufstehen am frühen MorgenWie wichtig ist das Wochenende mit dem Heimspiel am Samstag gegen Leader Kloten, der drei Punkte mehr aufweist, und der Partie am Sonntag in Genf? Es geht für uns vor allem darum, unser Spiel zu finden, konstant auf hohem Niveau zu agieren und uns im Hinblick auf das Playoff der Topform zu nähern. Sind Sie überrascht, dass sich die Kloten Flyers dauerhaft an der Spitze halten konnten?Nicht unbedingt. Die Flyers stehen nicht unverdient an der Spitze. Sie spielen gut und haben auch nach der Papierform eine starke Mannschaft.Mit einem Sieg kann der SCB zu den Kloten Flyers aufschliessen. Wie wichtig ist der Qualifikationssieg?Wenn man Erster werden kann, muss man aus meiner Sicht alles dafür tun, um Erster zu werden. Vor zwei Jahren hat der SCB im Playoff-Final das siebente Spiel in Davos 0:1 verloren. Wer weiss, wie die Meisterschaft ausgegangen wäre, wenn der SCB das letzte Spiel zu Hause hätte bestreiten können.Sind Qualifikation und Playoff zwei völlig verschiedene Meisterschaften?Der Unterschied darf nicht allzu gross sein. In der Qualifikation lassen sich Ausrutscher korrigieren, im Playoff nicht. Ich bemühe mich, im Alltag so zu trainieren und zu spielen, dass ich in der schönsten Zeit der Saison, wenn es um alles geht, nicht viel umstellen muss. Der Weg zum Erfolg führt über konsequente Arbeit im Training. Vor Jahresfrist schied der SCB gegen Gottéron im Viertelfinal aus. Ab Playoffbeginn am 26. Februar könnte es zu einer Neuauflage kommen. Sie waren vor einem Jahr nicht dabei, dürften aber von Ihren Mitspielern allerhand über die Serie gehört haben.Es gibt stets Vor- und Nachteile. Treffen wir auf Gottéron und schöpfen das Potenzial aus, setzen wir uns durch. Davon bin ich überzeugt. Solche Herausforderungen muss der SCB mit dem Ziel Meistertitel annehmen. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz der Saison aus?Es hat uns zu Beginn geholfen, dass wir punkteten, obwohl wir nicht immer stilsicher spielten. Im Dezember erreichten wir ein sehr gutes Niveau . Wir waren nicht mehr so anfällig wie zuvor. Zuletzt haben wir den Gegnern deutlich weniger Tore «geschenkt» und auch das Boxplay verbessert. Wie sind Sie mit Ihren Leistungen zufrieden?In Anbetracht meiner langen Verletzungspause zu Saisonbeginn bin ich sehr zufrieden, wie es gelaufen ist. Welche Position haben Sie in der Mannschaft?Ich sehe mich in einer Führungsrolle und will Akzente setzen. Den Druck empfinde ich nicht als Belastung. Haben Sie schon daran gedacht, was in Bern los wäre, wenn der SCB den Titel gewänne?Das Interesse am SCB ist phänomenal. Aber ich will mir nicht gross ausmalen, was wäre, wenn... Unsere Konzentration gilt der Arbeit auf dem Eis. Für das Wochenende haben wir uns kleine Ziele gesetzt, die es zu erreichen gilt. Ich glaube daran: Zeigen wir gute Leistungen, haben wir gute Chancen, dass es am Saisonende eine ganz grosse Party geben wird.Interview: Albert Staudenmann>

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