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Auch Gilles Yapi fühlt mit

YB-Spieler Gilles Yapi ist bestürzt über das Stadionunglück in Abidjan. Via Internet verfolgt er, wie es dazu kommen konnte.

Auch in Genf wurde gestern Abend vor dem WM-Qualifikationsspiel Schweiz - Moldawien mit einer Schweigeminute der Opfer des Stadionunglücks in Abidjan gedacht. Am Samstag waren vor dem Spiel zwischen der Elfenbeinküste und Malawi 19 Zuschauer getötet worden, als zahlreiche Personen ohne Eintrittsticket ins Stadion Houphouet-Boigny drängten.Unterdessen hat Präsident Laurent Gbagbo eine mehrtägige Staatstrauer und eine eingehende Untersuchung des Unglücks angeordnet. Aus der Distanz verfolgt auch YB-Spieler Gilles Yapi die Vorkommnisse in seiner Heimat. Der 46-fache ivorische Nationalspieler hatte für das WM-Qualifikationsspiel gegen Malawi kein Aufgebot erhalten und war deshalb in Bern geblieben. «Ich habe erst mit Verspätung auf dem Internet von der Tragödie erfahren», sagt der Mittelfeldspieler, «was passiert ist, ist ganz, ganz schlimm.» Yapi ist froh, ist von seiner Familie oder seinen engsten Freunden niemand betroffen. «Aber ich kann im Moment nicht ausschliessen, dass jemand, den ich kenne, im Stadion war.»Yapi selbst hat «wohl über 100 Mal» im Houphouet-Boigny-Stadion gespielt und mehrmals miterlebt, wie euphorisch die Fans einem Spiel entgegenfiebern. Jeder wolle der Erste im Stadion sein und den besten Platz ergattern. Angst um die Sicherheit der Zuschauer habe er dennoch nie gehabt. «Deshalb überrascht mich das Ausmass der Katastrophe. Auch weil es sich nicht um eine brisante Begegnung handelte.» Erstaunt ist der 27-Jährige auch, dass die Partie trotz der Toten noch angepfiffen wurde – die Elfenbeinküste siegte 5:0. Yapi will deshalb in den nächsten Tagen und Wochen genau verfolgen, welche Ergebnisse die Untersuchung zu Tage fördert.aww>

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