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Als «Lehrtochter» im Weltcup

Der CSI Zürich hat dieses Jahr erstmals Weltcup-Status. Punkto Weltcup sei sie am «schnuppern», sagt die 25-jährige Bernerin Jane Richard. Sie ist indes eine «Lehrtochter», für die sich im letzten Jahr bereits ein Traum erfüllt hat.

Die Weltcup-Turniere in ihrem Heimatland werden für Jane Richard die einzigen bleiben in dieser Saison. Nach dem 36.Rang in Genf im Dezember strebt die Arzttochter aus Evilard am Sonntag in der «Mercedes Classic» im Rahmen des CSI Zürich ein «möglichst gutes Resultat» an. Die im italienischen Vinovo mit ihrem Freund, dem für Belgien startenden Ignace Philips, einen Ausbildungs- und Handelsstall betreibende Seeländerin sagt selbst, dass sie im Weltcup «schnuppere.» «Mit Jalla de Gaverie steht mir nur ein Pferd zur Verfügung, welches ich auf diesem Niveau einsetzen kann.» Ergo geniesst die grüne Saison Priorität.Traum ging in ErfüllungJalla de Gaverie, die 12-jährige Franzosen-Stute, steht im Besitz von Jane Richard selbst. «Ich habe sie seit 7 Jahren bei mir.» Ein junges Pferd selbst bis auf höchstes «CSI-Zürich-Niveau» auszubilden macht stolz und jeden Erfolg noch etwas wertvoller. «Das ist so.» Was den Erfolg angeht, so blieb dieser letzte Saison nicht aus. Der ersten Saison auf höchstem Level der Bernerin, die erst mit 15 Jahren zu reiten begann. Der schönste Moment sei der Nullfehlerritt im zweiten Umgang am Super-League-Nationenpreis in La Baule gewesen, sagt sie. «In dem Moment hat sich ein Traum erfüllt.» Zusammen mit Christina Liebherr, Steve Guerdat und Pius Schwizer klassierte sich die Kämpfernatur auf dem zweiten Rang. Hinsichtlich Kampfgeist und dem Bestreben, sich in jedem Parcours an der Spitze zu klassieren, schätzt Jane Richard den Schweizer Rekord-Nationenpreis-Reiter, Markus Fuchs, sehr. «Er ist ein Gewinnertyp.» Etwas vertrauterIm letzten Jahr durfte die Einheimische erstmals am CSI Zürich mitreiten. Insofern sei es nun schon ein anderes Gefühl, wieder im Hallenstadion zu sein. Nicht weniger faszinierend und motivierend, aber vertrauter eben. Insofern auch dazu angetan, den Fokus eher bei sich und dem eigenen Wettkampf zu halten; selbst wenn es am Eröffnungstag nicht ideal lief. «Resultatmässig möchte ich mich gegenüber dem Vorjahr steigern», sagt die «Nachwuchshoffnung». 2008 qualifizierte sich Richard in Zürich für den GP und hatte mit Kazop d’ysieux zwei Klassierungen. Abgesehen von den Topevents am höchstdotierten Hallenturnier der Welt, welche die Nummer 167 der Welt natürlich mit Jalla de Gaverie bestreitet, hat Richard in Zürich für die kleineren Prüfungen auch Crovers dabei. Der 9-jährige Holländer Wallach steht erst seit vier Monaten in ihrem Besitz. «Mit ihm geht es primär darum, Erfahrungen zu sammeln.» Crovers muss sich indes Mühe geben; denn bei Jane Richard zu Hause, in der Nähe des Fussballstadions Delle Alpi in Turin, wartet mit der 8-jährigen Holländer Stute Zekina auch noch eine Weltmeisterin. Zekina gewann in Lanaken den WM-Titel bei den 6-jährigen und ein Jahr darauf den Vize-WM-Titel bei den 7-jährigen Pferden. «Sie werde ich dann aber vor allem im Sommer vermehrt einsetzen», so die junge Schweizer Ausbildnerin.Vielleicht macht Jane Richard in Zürich ja eine ähnliche Erfahrung wie im Mai in La Baule. Michael SchenkResultate CSI Zürich Seite 16>

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