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Alex Frei will zurück zum FC Basel

Sechs Millionen Franken Ablöse fordert Borussia Dortmund für den Schweizer Nationalstürmer Alex Frei, der den FCB eine «Herzensangelegenheit» nennt. Der Transfer kann nur noch am deutschen Bundesligisten scheitern.

Weil Alex Frei gestern seinen 30.Geburtstag feierte, quoll das Gästebuch auf seiner Webseite über. Es gab aber noch einen weiteren Grund: Der Captain des Nationalteams hegt Abwanderungsgelüste und macht daraus kein Geheimnis. Der Wunschklub ist auch klar: «Wenn es eine Möglichkeit gibt, möchte ich zum FC Basel», sagt Frei, der im basellandschaftlichen Biel-Benken aufgewachsen ist, über den FC Aesch zum FC Basel kam und dort schliesslich seine Karriere lancierte, in der er unter anderem zum Länderspiel-Rekordtorschützen wurde.«Jetzt bereit für Wechsel»Zurück zu den Anfängen möchte Frei also, «das habe ich immer betont», wie er jetzt sagt. Und: «Der FCB ist für mich eine Herzensangelegenheit.» Das wurde so gedeutet, dass er zwar sehr wohl eines Tages zurückkehren würde, allerdings erst, wenn sich die Karriere dem Ende zu neigt. Das war falsch interpretiert. «Wenn die Umstände stimmen, bin ich jetzt bereit für diesen Wechsel», sagt Frei, der sich nach seinem Weggang aus der Schweiz bei Rennes in Frankreichs Ligue 1 trotz zuweilen widriger Umstände geduldig zeigte.Drei Saisons spielt er mittlerweile für Borussia Dortmund, 74 Bundesligapartien hat er in dieser Zeit bestritten und 34 Tore erzielt. Bis 2010 läuft sein Vertrag – und um eben diesen Kontrakt war in den vergangenen Tagen eine Kontroverse entstanden: Der Klub liess verlauten, er verzichte vorerst auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung, schliesslich eile dies nicht. Frei fasste das als Vertrauensentzug auf, die Fans gingen für ihn auf die Barrikaden: «Verlängert endlich mit Frei» steht auf einem Transparent, das über dem Trainingsgelände in Donaueschingen hängt, wo die Dortmunder gegenwärtig im Trainingslager weilen.Basels offizielle AnfrageEine entscheidende Rolle spielt Jürgen Klopp, der Trainer, dessentwegen vor einem Jahr schon Mladen Petric aus Dortmund weggegangen war. Der «Westfälischen Allgemeinen Zeitung» sagte Klopp: «Als Trainer kann man richtig, richtig gut mit Alex klarkommen, weil er ein toller Typ ist, ein klasse Fussballer. Man sollte ihn nur nicht auswechseln.» Und dies dürfte das Problem gewesen sein: Auf 29 Bundesligaspiele kam Frei letzte Saison, wobei er nur acht Mal während 90 Minuten eingesetzt, dafür zwölf Mal aus- und neun Mal eingewechselt wurde. So festigte sich der Eindruck, zwischen Frei und Klopp verlaufe ein tiefer Graben.Der FC Basel bestätigt das Interesse am Captain der Nationalmannschaft und hat bei der Borussia die Anfrage deponiert, mit Frei verhandeln zu dürfen. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigt deren Eingang, stellt aber klar: «Wir wollen Frei behalten.» Er kündigt an, das Gespräch mit dem Spieler zu suchen, um dessen Absichten zu erfahren.Am Veto des Bundesligisten könnte der Transfer noch scheitern. Jedoch bemüht sich Dortmund seit geraumer Zeit um einen weiteren Stürmer: Robert Lewandowski von Lech Posnan. Der polnische Nationalspieler würde rund sechs Millionen Franken kosten und könnte zu Freis Nachfolger werden. Dortmund verlangt gemäss Spekulationen in deutschen Medien just 6 Millionen Franken für Frei. Nach dem Verkauf von Eren Derdiyok steht dem FCB dieses Geld zur Verfügung. Dazu kämen aber ausserdem jene rund 1,5 Millionen Franken Nettolohn, die Frei in Dortmund verdiente.David Wiederkehr/pmb/ukä>

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