«Doumbia ist unverkäuflich»

Beinahe täglich interessieren sich neue Vereine für Seydou Doumbia. Die Young Boys wollen den Stürmer aber halten.

Der internationale Transfermarkt ist aus den Fugen geraten, und Seydou Doumbia ist einer der Blue Chips an der Wechselbörse. Am letzten Samstag, beim 1:1 gegen St.Gallen, sassen sogar Abgesandte von Manchester United auf der Tribüne des Stade de Suisse. YB-Stürmer Doumbia erzielte natürlich ein Tor, wie fast immer, und mit jedem Auftritt steigert der junge Ivorer seinen Marktwert. Aus Frankreich rufen Spielervermittler, Journalisten und Sportchefs von Ligue-1-Klubs fast täglich bei YB-Verantwortlichen oder auch Medienvertretern in der Schweiz an, um zu erfahren, wie hoch die Ablösesumme Doumbias sei. «Von Lille über St. Etienne bis Monaco haben sich fast alle französischen Vereine erkundigt», sagt Stefan Niedermaier, CEO des Stade de Suisse.Keine SchmerzgrenzeInsbesondere Traditionsverein St.Etienne intensivierte in den letzten Tagen die Bemühungen um Doumbia. Der Stürmer hatte vor einigen Wochen im französischen Radio ein Interview gegeben, indem er betonte, es sei ein Traum von ihm, einmal in Frankreich zu spielen. Einmal soll nicht in diesem Sommer sein, geht es nach den YB-Verantwortlichen. «Es gibt von uns immer die gleiche Auskunft», sagt Niedermaier. «Doumbia ist unverkäuflich.» Natürlich muss Niedermaier die wirtschaftlichen Überlegungen berücksichtigen, und so könnte die Frage sein: Bei welcher Ablösesumme wird YB schwach? Niedermaiers Antwort fällt resolut aus: «Es gibt keine Schmerzgrenze. Wir brauchen Doumbia in dieser Saison, um einen Titel zu gewinnen.» Sieben, acht Millionen Franken dürften für Doumbia bereits geboten worden sein. Von einer Offerte Hoffenheims über rund 16 Millionen Franken, wie es einige Medien schrieben, hat Niedermaier aber keine Kenntnis: «Das stimmt nicht.» YB verlängerte den Vertrag mit Doumbia – zu erheblich besseren Bezügen – erst vor wenigen Wochen bis 2014 (ohne Klauseln) und hofft darauf, dass der 21-Jährige in den nächsten Monaten weitere Fortschritte erzielen und bald auch im Nationalteam spielen wird. Dann würde Doumbia auch für englische Teams interessant werden – und noch wertvoller. fdr>

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