Der Aufbruch zu neuen Zielen

Rot-Schwarz Thun ist ein Transfercoup gelungen: Von Twente Enschede stösst die 25-jährige Nora Häuptle zu Rot-Schwarz.

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Die 9-fache Schweizer Nationalspielerin Nora Häuptle spielt ab sofort bei Rot-Schwarz Thun. Die 25-jährige Verteidigerin unterschrieb, im Anschluss an ein Probetraining bei den Thunerinnen, einen bis zum Saisonende befristeten Vertrag, nachdem sie diverse Angebote aus der Nationalliga geprüft hatte. «Ich bin überaus motiviert, mit diesem jungen und ambitionierten Team den Ligaerhalt anzustreben sowie den Cupfinaleinzug zu realisieren», kommentiert sie ihren Entscheid.

Bis Ende der Vorrunde stand Häuptle noch beim holländischen Club FC Twente Enschede unter Vertrag, den sie nun aus persönlichen Gründen verlassen hat. Bei Rot-Schwarz Thun hat sie sich hohe Ziele gesteckt und sagt: «Ich werde mich den Führungsansprüchen stellen und dem Team in jeglicher Hinsicht als Vorbild dienen.» Häuptle ist überzeugt davon, dass sie mit ihren neuen Teamkolleginnen in der Rückrunde für einige Überraschungen sorgen wird. Mit der Verpflichtung von Häuptle erhält Trainer Jean-Luc Teyssier nicht nur eine Teamleaderin, sondern gleichzeitig die erhoffte Verstärkung in der Innenverteidigung.

Auch Sundov und Grob

Nebst Nora Häuptle kann sich der Thuner Trainer über zwei weitere namhafte Verstärkungen freuen: Kristina Sundov (22), eine Kroatische Nationalspielerin, die zuletzt für Zuchwil im Einsatz stand, gehört zu den besten Angreiferinnen des Landes. Sie wird zusammen mit Ana Crnogorcevic, der momentanen Leaderin im Torschützenklassement der NLA, ein torgefährliches Sturmduo bilden.

Drei Abgänge

Die Lücke, die durch den Rücktritt von Captain Simone Hofer entstanden ist, soll die starke Technikerin Martina Grob (sie stösst ebenfalls von Zuchwil zu Rot-Schwarz) kompensieren. Hofer musste schweren Herzens den sofortigen Rücktritt vom Leistungssport erklären. Die vielen verletzungsbedingten Rückschläge, verbunden mit beinahe täglichen Schmerzen, haben der filigranen Fussballspielerin derart zugesetzt, dass sie sich zum Aufhören entschlossen hat.

Trainer Teyssier muss in der Rückrunde zudem auf Franziska Seiler (sie wechselt zum FFC Bern) und Amanda Flückiger (nach Knieproblemen Karriereende) verzichten. Dafür können die Thunerinnen in Zukunft auf die grossen Talente Ladina Triaca und Virginia Zumstein zählen. Die 16-jährige Triaca spielte bisher beim SV Lyss, die gleichaltrige Zumstein entstammt der eigenen Juniorenabteilung. Damit hat der Oberländer Verein die Transfertätigkeiten beinahe abgeschlossen. Auf der Wunschliste des Trainers steht einzig noch eine Offensivkraft. Es macht den Anschein, als dass er bereits fündig geworden ist. Wer die gesuchte Spielerin ist, will Teyssier aber noch nicht verraten.

Anfangs Januar nehmen die Thunerinnen, die im Moment auf dem zweitletzten Rang platziert sind, das Training wieder auf. Die neuen Ziele sind definiert: Der Ligaerhalt ist das erklärte Saisonziel, aber nicht nur. Wie die Nationalspielerin Häuptle träumt auch der Trainer von einem Titel. Wieso nicht der Cupsieg?Peter Voegeli



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Erstellt: 19.12.2008, 01:16 Uhr

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