Als Captain in die Heimat

Nach dem Rücktritt von Thomas Häberli übernimmt Goalie Marco Wölfli bei YB die Captainbinde. Heute Abend tritt Wölfli mit seinem Team in seiner Heimat Grenchen an. Am Uhrencup trifft YB auf Panathinaikos Athen.

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Noch zwei Testspiele stehen für die Young Boys auf dem Programm, ehe die neue Saison am 14.Juli mit dem Auswärtsspiel gegen den FC Zürich beginnt. Am Uhrencup in Grenchen treffen die Berner heute (19.30 Uhr) auf Panathinaikos Athen. Am Montag kommt es aus gleichem Anlass zur Begegnung mit Uefa-Cup-Sieger Schachtjor Donezk aus der Ukraine. «Spiele sind in dieser Phase die besten Trainings», sagt YB-Goalie Marco Wölfli. Er verspricht sich «aufschlussreiche Vergleiche gegen zwei starke Gegner». Und Trainer Vladimir Petkovic erhält die Gelegenheit, die neuen Spieler ans Team heranzuführen.

Vorfreude auf den Uhrencup

Auf Wölfli warten am Uhrencup zwei Heimspiele. Der 26-Jährige ist in Grenchen aufgewachsen und begann bei Fulgor Grenchen seine Karriere. «Für mich ist es immer eine Freude, am Uhrencup zu spielen. Die Familie wird da sein und meine Freunde.» Gegen Panathinaikos Athen wird er heute erstmals offiziell als YB-Captain auflaufen. Trainer Vladimir Petkovic bestimmte den Keeper in Absprache mit dem Team und seinen Assistenten zum Nachfolger von Thomas Häberli, der am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gab. «Es freut mich, übergibt mir der Trainer so viel Verantwortung, allerdings sehe ich mich schon länger in einer Führungsrolle», sagt Wölfli. In der letzten Saison war er gemeinsam mit Mario Raimondi einer der YB-Vizecaptains. «Schon damals habe ich das Wort ergriffen, wenn es nötig war. Aber das Amt ist für mich ein weiterer Ansporn.»

Nach zuletzt zwei zweiten Plätzen hofft Wölfli auch in der neuen Spielzeit auf Erfolg. Wo das Team kurz vor Saisonauftakt steht, sei für ihn im Moment aber schwierig zu sagen, es bleibe nicht viel Zeit, die zuletzt verpflichteten Spieler zu integrieren. Die Zuzüge müssen sich unter anderem an Petkovics 3-4-3-System gewöhnen. Verteidiger Emiliano Dudar etwa sagte bei seiner Vorstellung am Donnerstag: «Ich habe seit Jahren nicht mehr in einer Dreierkette gespielt.» Bei Dudars Exklub Bellinzona liess Coach Marco Schällibaum mit vier Verteidigern spielen.

Beirren lässt sich Goalie Wölfli von den Aussagen des neuen Abwehrspielers nicht, er ist überzeugt, bei den Young Boys sei erneut viel Talent vorhanden. Entsprechend gross werde der Konkurrenzkampf sein. «Die Verantwortlichen haben Spieler verpflichtet, die ins Team drängen. Das wird helfen, die Gewinnermentalität zu verbessern.»

Die Aussicht auf Südafrika

Kurz war Wölfli während des Sommers Teil von Transfergerüchten. Jörn Andersen, Trainer von Bundesliga-Aufsteiger Mainz, hatte Wölfli im letzten Saisonspiel in Basel beobachtet. Daraufhin wurde spekuliert. «In der Zeit, in der am meisten geschrieben wurde, war ich zum Glück in den Ferien», sagt Wölfli und lacht. Nach seinem Debüt im Schweizer Nationalteam im letzten November hatte er seinen Vertrag bei YB bis 2012 verlängert. Der Torhüter fühlt sich wohl in Bern und sagt: «Ich weiss, was ich an diesem Klub habe.» Und nirgends ist Wölflis Chance grösser, den Platz als Nummer 2 im Tor des Nationalteams zu behaupten. «2010 an der WM in Südafrika teilzunehmen ist eine schöne Aussicht», sagt er. (Der Bund)

Erstellt: 06.07.2009, 13:03 Uhr

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