Zum Hauptinhalt springen

Unterschiedliche Derbywelten

Der SC Bern hat dank eines mühelosen 5:0-Erfolgs über Biel im ersten Saisonheimspiel bereits die

4:1 in Freiburg, 5:0 im ersten Heimspiel gegen Biel – dem SC Bern ist der Start in die Saison geglückt. Als ob es noch eines Belegs dafür bedurft hätte, dass der Aussagewert von Testspielen gegen null tendiert, zeigten die Berner nach einer durchzogenen Vorbereitungsphase (sechs Niederlagen in acht Partien) in den ersten zwei Ernstkämpfen eine tadellose Vorstellung. In Freiburg hatte das Team des neuen Trainers Larry Huras ganz nach dessen Gusto agiert: gut organisiert, temporeich und defensiv diszipliniert. Bei der Heimpremiere gegen Biel vor 16554 in der PostFinance-Arena reichten den Bernern 20 starke Minuten, um die primär zu Beginn indisponierten Gäste entscheidend zu distanzieren. «Mit unserem Start in die Partie war ich zufrieden. Aber über die gesamte Spielzeit gesehen haben wir gegen Biel sicher weniger solid gespielt als noch in Freiburg», sagte Huras. Jackmans MatchstrafeBezeichnend für die Berner Leistung war der Fakt, dass der SCB in der Meisterschaft erst nach 82 gespielten Minuten die erste kleine Bankstrafe kassierte: Der gebüsste Caryl Neuenschwander war indes noch nicht aufs Eis zurückgekehrt, als Beat Gerber ein weites Zuspiel an Simon Gamache adressierte – der als 13.Stürmer auf dem Matchblatt notierte Kanadier erhöhte auf 4:0. Bereits im ersten Drittel hatten die Berner von Unzulänglichkeiten in der Bieler Defensive samt Torhüter Pascal Caminada profitiert: Thomas Ziegler verwertete einen Abpraller (3.Minute), Jean-Pierre Vigier wurde das Eigentor des Bieler Goalies gutgeschrieben (11.), und Martin Stettler erhöhte in Überzahl auf 3:0 (14.), nachdem Richard Jackman wegen eines Checks gegen den Kopf David Jobins eine Matchstrafe kassiert hatte. Es ist möglich, dass Jobins blutende Wunde nicht nur aus dem Rencontre mit dem letztjährigen SCB-Verstärkungsspieler am Qualifikationsturnier für die Champions Hockey League resultierte, sondern auch von der kurz darauf erfolgten Körpercharge Rico Fatas. Der Berner Verteidiger, der gewöhnlich die 72 auf dem Rücken trägt, kehrte jedenfalls nach kurzem Unterbruch mit neuem Leibchen und der Nummer 81 auf die Bank zurück. Bordeleaus RückkehrEine neue Nummer samt neuem Dress trug auch Sébastien Bordeleau. Der Bieler Stürmer hatte sieben Jahre beim SCB gespielt und wurde bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte geehrt. Gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber war Bordeleau aber, wie sämtliche seiner Mitspieler, kein Faktor. «Wir hatten dem starken Start des SCB nichts entgegenzusetzen und brachten uns mit vielen Eigenfehlern und Strafen früh in Bedrängnis», sagte der Frankokanadier. Einige seien es sich wohl nicht gewohnt, vor einer solch grossen Kulisse aufzulaufen, ergänzte Bordeleau und wies mit einem Schmunzeln darauf hin, dass er sich selbst davon ausnahm. «Wir müssen Geduld haben, weiterarbeiten – dann werden wir uns steigern.» Huras’ aufmunternde WorteNach zwei Spieltagen darbt Biel noch ohne Zähler am Tabellenende, derweil der SC Bern die Leaderposition eingenommen hat. Und so hatte Larry Huras aufmunternde Worte für die Gegner bereit: «Die Bieler brauchen noch etwas Zeit. Wenn die Abstimmung in der Abwehr besser funktioniert, werden sie stärker sein.» Mit den Leistungen seines Teams war er zufrieden, ohne sie überzubewerten. «Das Wichtigste ist erst einmal, dass wir defensiv gut spielen.» Biel habe bei numerischem Gleichstand kaum Torchancen gehabt, ergänzte der Trainer. Selbiges würde er gewiss auch morgen nach der Partie gegen Servette gerne bilanzieren.Reto Kirchhofer>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch