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Mit zwei gegen sechs Spieler n

In vierfacher Unterzahl verlor der BSV Bern Muri in Zürich eine Partie, in der ein positives Ergebnis möglich gewesen wäre.

«Konnte ihn nicht spielen», rief David Staudenmann, der routinierte Flügel in Diensten des BSV Bern Muri, nach etwas mehr als zehn Minuten seinen Mitspielern zu. Eben hatten die Berner im Angriff den Ball verloren. Sind solche Äusserungen in der Halle problemlos zu verstehen, ist dies im Normalfall kein sehr gutes Zeichen, was die Zuschauerresonanz für eine Partie betrifft. Und so war es auch gestern Abend. Etwa 150 Zuschauer verfolgten die Partie in der Zürcher Saalsporthalle. So viel zum Interesse für die Darbietungen des aktuellen Landesmeisters in der grössten Schweizer Stadt Immerhin stand ein Spitzenspiel auf dem Programm. GC Amicitia Zürich – die beiden Vereine arbeiten seit der laufenden Saison eng zusammen – traf auf den BSV Bern Muri. Die Gastgeber hatten im «Gigantenduell» gegen Kadetten Schaffhausen bereits zwei Punkte abgegeben, während die Berner gegen schwächer eingestufte Gegner dreimal gewonnen hatten. Die Partie verlief lange Zeit nach dem gleichen Muster. Die Zürcher lagen meist mit einer geringen Anzahl Treffern in Vorsprung, die Gäste liessen den Rückstand nicht allzu sehr anwachsen. Einmal, beim Stand von 12:12, vermochte der BSV gleichzuziehen, ohne aber das Spiel zu seinen Gunsten wenden zu können. Es sah letztlich nach einem unspektakulären Heimsieg für GC Amicitia aus, als sich die Ereignisse überstürzten. Der BSV Bern Muri holte einen 22:26-Rückstand auf, die Partie blieb ausgeglichen, bis zu den Schlüsselszenen in der 58. und 59.Minute. Zuerst wollte Torhüter Antoine Ebinger in der gegnerischen Platzhälfte einen Ball für sein Team wieder in Besitz bringen. Er beging jedoch einen technischen Fehler und gab den Ball nicht genug rasch frei, sodass er mit zwei Strafminuten belegt wurde. Diese Sanktion hätten die Berner noch verkraften können. Nicht aber die Geschehnisse 73 Sekunden vor Schluss. Nach einer Attacke gegen Stephan Leiser konnten sich die Gäste mit Reklamieren nicht mehr zurückhalten. Leiser und Trainer Peter Bachmann erhielten ebenfalls zwei Minuten, dazu gab es auch noch eine rote Karte gegen die Bank. Beim Stand von 28:28 musste der BSV mit zwei gegen sechs Spielern agieren und kassierte so die entscheidenden Treffer zum 29:28 und 30:28. Reto Pfister>

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