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Die Gunst des Moments genutzt

Der EHC Biel gewann das dritte Spiel der Playout-

Die Tatsache, dass sich die SCL Tigers in der zweiten Playout-Begegnung in Biel provozieren liessen, hatte die Emmentaler nicht nur den Sieg gekostet. Topskorer Martin Kariya kassierte gestern vom Einzelrichter der Nationalliga, Reto Steinmann, eine Rechnung über 800 Franken präsentiert, weil er in Biel die reglementarisch festgeschriebenen Verhaltensgrundsätze gegenüber dem Schiedsrichter überschritten hatte. Nicht der sportlichen Gesinnung entsprechend. Je 500 Franken hat die 1:4-Niederlage vom letzten Samstag Claudio Moggi und Sven Helfenstein für das gleiche Vergehen gekostet. Gestern in Spiel drei nun schien die Rechnung für die Emmentaler wieder Gewinn bringend aufzugehen. Dies nach einem exemplarischen Auftakt und einem bestimmenden, aber zu ineffizienten Finale. Dazwischen entschied Biel das Spiel mit 4:3 für sich. Nahezu perfekt gestartetDer Anfang der SCL Tigers war wie erwähnt makellos. Kontrolliert, überlegt, engagiert und folglich dominant. Nach 10 Minuten und 5 Sekunden führten die Einheimischen durch Powerplaytore von Steiner (sein 26.Saisontreffer) und Setzinger mit 2:0. Drei Tage zuvor in Biel lagen die Tigers nach 10 Minuten und 5 Sekunden mit bis dahin sieben kleinen Strafen 0:1 zurück. Für den Österreicher Setzinger war es ein besonderer Moment. Elf Spiele lang hatte der 25-Jährige zuletzt nicht mehr getroffen. Setzinger packte den ganzen Frust dieser für ihn unbefriedigenden Phase in seinen kraftvollen Schuss. Caminada im Tor der Seeländer hatte keine Chance. Kurz vor Schluss des ersten Drittels erhöhte Elik in einem idealen Moment auf 3:0. Eine verdiente Führung bei 13:5 Schüssen und null zu vier kleinen Strafen nach 20 Minuten. Mit Beginn des zweiten Abschnitts schien der «Sonntagsauftritt» der Emmentaler seinen Fortgang zu nehmen. Statt des 4:0 verkürzten die Seeländer jedoch innert 137 Sekunden auf 3:2. Einmal sprang der Puck von SCL-Goalie Matthias Schoder direkt vor die Füsse des heranstürmenden Flurin Randegger; das andere Mal sogar via Schoders Maske ins SCL-Tor. Insofern beanspruchte Biel in diesem Moment auch eine stattliche Portion Glück. Ein kritischer Moment für die Emmentaler und ein belebender für Biel. Biel clever und kaltblütigDiszipliniert spielen, vergessen, was war, und den Tritt wiederfinden war aus Sicht der Tigers gefragt. Dem SCL gelang dies insofern nicht, als dass Elik nach knapp 30 und Blum nach gut 33 Minuten die ersten Tigers-Strafen kassierten. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt also. In einer Phase, da sich der Frust und die Ernüchterung noch nicht gänzlich verzogen respektive die Lust und das Selbstvertrauen noch nicht zurückgemeldet hatten. Dafür stieg die Lust bei den Bielern. Eiskalt nutzten die Gäste die beiden Tigers-Ausschlüsse aus und gingen damit sogar 4:3 in Führung. Beide Male war es der Kanadier Eric Himelfarb, der traf. Es sollte die Vorentscheidung sein; obwohl die Emmentaler im letzten Abschnitt das Zepter wieder übernahmen. An Chancen, die Partie im Finale zu wenden, fehlte es den Einheimischen wahrlich nicht. Aber an Biss und an Effizienz.Michael Schenk>

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