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« die Medaille für Dani gewonnen»

Carlo Janka spricht über den Weg zur Goldmedaille, den WM-Berg, das Schweizer Team und sein Verhältnis zu Daniel Albrecht.

Wie beurteilen Sie ihre Darbietung im Riesenslalom?Carlo Janka: Ich fuhr genau so, wie ich es mir vorgenommen hatte. Im zweiten Lauf erlebte ich eine Schrecksekunde, fing mich dann aber schnell wieder und versuchte, an die Leistung im ersten Lauf anzuknüpfen. Ich denke, das ist mir gelungen.Was ging Ihnen in der «Schrecksekunde» durch den Kopf?Nichts, in einem solchen Moment hat man keine Zeit zum Überlegen. Zwei, drei Tore später dachte ich daran und nahm mir vor, unten das Maximum herauszuholen.Am Abend vor dem Rennen war der Schweizer Equipe mitgeteilt worden, Daniel Albrecht sei aufgewacht und ansprechbar. Was hat diese Nachricht ausgelöst?Das war schon eine Motivationsspritze. Die Medaille habe ich auch für Dani gewonnen. Das ist ein grosser Tag für den Schweizer Skisport.Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Albrecht beschreiben?Er ist eine sehr wichtige Figur, an der man sich als Junger orientieren kann. Ich habe von ihm und seiner Erfahrung sehr viel profitiert, nicht zuletzt, was die Materialabstimmung betrifft. Ich hoffe, dass ihm die Medaille für den schwierigen Weg zurück etwas Kraft geben wirdVier der sechs Schweizer Medaillen wurden von jungen Athleten gewonnen……weil wir im richtigen Moment nachgerutscht sind. Wir haben eine ideale Mischung aus Routiniers und Jungen, spornen uns gegenseitig an. Nun müssen wir einfach genau gleich weitermachen, dann werden wir auch in Vancouver bei den Leuten sein.Weshalb fühlen Sie sich auf der Face de Bellevarde so wohl?Weil der Hang steil und technisch äusserst anspruchsvoll ist. Das liegt mir. Val d’Isère ist ein guter Platz.Anspruchsvoll sind die Strecken in Adelboden und Alta Badia auch. Was war im WM-Riesenslalom anders als in den Klassikern?Die Piste ist kürzer als die andern, die Abstände zwischen den Toren sind deshalb geringer. Wer schnell sein will, muss im richtigen Moment andriften und wieder loslassen. Das bedarf einer kleinen Anpassung der Technik, was für die meisten Spitzenfahrer aber kein Problem sein sollte.Sie wirken so ruhig, brausen jedoch im Höchsttempo den Berg hinunter. Wie passt das zusammen?Ganz gut. Ich fahre einfach so, wie ich bin: Ruhig, präzis, locker.Weshalb sind Sie eigentlich Skirennfahrer geworden?Zu Hause in Obersaxen gibt es nicht so viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Ich spielte auch ein bisschen Fussball, sah dort aber keine Aufstiegsmöglichkeiten. Deshalb entschied ich mich nach der Grundschule für den Skisport. (Aufgezeichnet: mjs)>

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