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Schutz im Internet

Oft dauert es nur wenige Minuten, bis Kinder und Jugendliche, die sich in Internetforen befinden, sexuell belästigt werden. Pädophile suchen im Netz nicht nur nach Bildern und Filmen mit Kinderpornografie, sie versuchen über das Netz auch sexuelle Kontakte zu knüpfen. Mit verschiedenen Vorstössen wollten die Nationalräte dieses Treiben gestern einschränken. Eine Motion, welche die Ausarbeitung einer Strategie gegen diese sexuellen Annäherungen forderte, wurde allerdings knapp abgelehnt. Mehr Erfolg hatte dagegen ein Vorstoss, der verdeckte Ermittlungen der Polizei im Internet auch mit der neuen Strafprozessordnung gelten lassen will. Polizisten sollen also im Netz zum Schein auf sexuelle Anfragen eingehen können, um mögliche Täter zu überführen.

Auch gegen die Anonymität im Internet wollten gewisse Nationalräte vorgehen. Der Genfer CVP-Nationalrat Luc Barthassat stiess sich insbesondere daran, dass immer mehr junge Frauen zwischen 16 und 18 Jahre ihre sexuellen Dienste im Internet anpreisen würden. Im Alleingang kann die Schweiz die Spielregeln in diesem Bereich allerdings nicht regeln. In Kürze würden die Internetnutzer auf ausländische Provider zurückgreifen. Der Nationalrat forderte vom Bundesrat jedoch, dass Freier sich künftig strafbar machen sollen, wenn sie im Internet Kontakt zu jungen Frauen zwischen 16 und 18 Jahren knüpfen. Zudem will die grosse Kammer ganz allgemein, dass der Bund zusammen mit den Kantonen und der Wirtschaft eine nationale Strategie zur Bekämpfung der Internetkriminalität entwickelt.

Verbot von Killerspielen

Ebenfalls auf grosse Zustimmung stiessen zwei Vorstösse, die ein Verbot der Verbreitung von Killerspielen in der Schweiz fordern. Die Motion der Berner Sozialdemokratin Evi Allemann, die mit ihren Forderungen am weitesten ging, wurde mit 139 zu 39 Stimmen angenommen.

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