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Schlagabtausch um Verfahrensfragen

Zigarettenmafia-Prozess Mit einer Auseinandersetzung um Verfahrensfragen hat gestern vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona der Prozess gegen die mutmasslichen Hintermänner der internationalen Zigarettenmafia begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft den neun Angeklagten Geldwäscherei in Milliardenhöhe und organisierte Kriminalität vor. Es handelt sich um das bisher grösste Verfahren in der Schweiz gegen das organisierte Verbrechen. Aus Platzgründen tagt das Gericht im Saal des Tessiner Kantonsparlaments, das von der Polizei abgesichert wurde. Die Verteidigung stellte zwölf Verfahrensanträge. So wurden die Rückweisung der Anklageschrift und die Einstellung des Verfahrens verlangt, die Zuständigkeit des Gerichts bestritten, die Zulassung von Privatverteidigern gefordert und die Verfahrenssprache Deutsch angefochten. Die Verteidigung wehrte sich auch gegen die von der Bundesanwaltschaft beantragte Einvernahme von vier reumütigen Mafiosi aus Italien. Schon das Ermittlungsverfahren war von den Anwälten mit Rekursen bombardiert worden. Hauptverhandlung späterDie beiden Staatsanwälte des Bundes beantragten Ablehnung der Anträge und warfen den Verteidigern eine unzulässige Verzögerungstaktik vor. Den Umfang der Anklageschrift von 233 Seiten begründeten sie mit dem komplexen Verfahren. Zudem seien Prozessakten aus Italien integriert worden. Das Gericht hatte zwei Tage für die Verfahrensfragen reserviert; Entscheide standen gestern zunächst aus. Für die Hauptverhandlung waren 20 Tage im Mai und Juni vorgesehen. (ap) >

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