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Humanitärer Appell

In einem humanitären Appell hat der Bundesrat gestern die Geiselnehmer dazu aufgerufen, das Leben der drei Geiseln auf den Philippinen zu retten. Die philippinische Rebellengruppe Abu Sayyaf hatte am Dienstag angekündigt, eine der drei Geiseln zu enthaupten, sollten ihre Forderungen nicht eingehalten werden. Der Schweizer Andreas Notter, der Italiener Eugenio Vagni und die Philippinerin Mary Jean Lacaba befinden sich seit nunmehr 70 Tagen in ihrer Gewalt. «Der Bundesrat ist sehr besorgt über die Situation der drei Geiseln und über die angedrohten Hinrichtungen», heisst es in dem Appell. Die drei IKRK-Mitarbeiter seien mit rein humanitären Absichten auf die Philippinen gekommen, um der Bevölkerung zu helfen. Die Schweiz führe ihre Anstrengungen unermüdlich weiter und arbeite eng mit dem IKRK sowie der philippinischen und der italienischen Regierung zusammen, schreibt der Bundesrat weiter.Das IKRK erhielt am Mittwoch kein Lebenszeichen der Geiseln. «Wir warten, wir haben immer noch nichts», sagte eine IKRK-Sprecherin. Der letzte direkte telefonische Kontakt zwischen der Hilfsorganisation und ihren drei Mitarbeitern hatte am 23. März stattgefunden. Auf den Philippinen erklärte Innenminister Ronaldo Puno, er besitze «sehr vertrauenswürdige Informationen», dass die drei Verschleppten noch am Leben seien. Beweise konnte er aber keine vorlegen. Die philippinische Armee stellte unterdessen rund um die Entführer im Dschungel der Insel Jolo 2000 Streitkräfte auf. Laut einem Armeesprecher wurde aber bislang weder eine Offensive gegen die Entführer noch eine Aktion zur Befreiung der Opfer gestartet. (sda)>

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