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Delegation reist nach Libyen

Geisel-Affäre Die Schweiz hat immer noch keinen Kontakt mit den in Libyen internierten Schweizer Geschäftsleuten. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey schickt nun eine Delegation in das Land mit dem Auftrag, die Freilassung der beiden zu erreichen. Am Rande der Uno-Generalversammlung in New York erklärte die Bundesrätin am Samstag, sie habe der Delegation das Mandat erteilt, für die Freiheit der beiden Schweizer zu sorgen. Andernfalls könne der Vertrag zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht umgesetzt werden. Die Internierung der beiden Schweizer verurteilte Calmy-Rey erneut als inakzeptabel. Sie wisse weder, wo die zwei Schweizer seien, noch wie es ihnen gehe: «Ich bin höchst beunruhigt.»Die libysche Seite hatte die Internierung der beiden Schweizer damit begründet, dass sie von der Schweiz militärisch befreit werden könnten. Calmy-Rey bezeichnete dies als absurd. In der Schweiz wisse man, dass diese Begründung nur ein Vorwand sei. Die Aussenministerin wollte nicht darüber spekulieren, was die Schweiz unternimmt, wenn Libyen die Geiseln nicht frei gibt: «Es ist Zeit zu schweigen und der Diplomatie Raum zu geben.» Das Wohl der beiden Schweizer stehe auf dem Spiel.SVP-Präsident Toni Brunner kündigte am Samstag in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens an, seine Partei werde den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Libyen fordern, falls die beiden Schweizer nicht rasch in die Schweiz zurückkehren könnten. (ap/sda)>

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