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Bern und Moskau kommen sich näher

Mit Dmitri Medwedew stattet nächste Woche zum ersten Mal ein russisches Staatsoberhaupt der Schweiz einen offiziellen Besuch ab. Bisher weilten die russischen Leader nur hier, um internationale Organisationen in Genf zu besuchen. Seit dem Ende des Kalten Krieges hat Russland für die Schweiz stark an Bedeutung gewonnen. Vor zwei Jahren unterzeichneten Bern und Moskau ein Memorandum für eine vertiefte Zusammenarbeit.Seit 2008 vertritt die Schweiz die Interessen Russlands in Georgien und umgekehrt. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern gehören zu den Themen, die die Bundesräte Hans-Rudolf Merz, Micheline Calmy-Rey, Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf mit Medwedew besprechen möchten. Vorgesehen ist die Unterzeichnung von bilateralen Verträgen im Bereich der Visumpolitik, Rückschaffung, Sport und Katastrophenschutz.Die Schweiz ist eine der wichtigsten Investorinnen in Russland, die Nationalbank beziffert die Direktinvestitionen 2007 auf 5639 Millionen Franken. Schweizer Firmen haben in Russland rund 82000 Arbeitsplätze geschaffen. Mit Exporten in der Höhe von 3180 Millionen Franken hat die Schweiz 2008 drei Mal so viel nach Russland geliefert wie umgekehrt. Über die Höhe der russischen Investition in der Schweiz liegen beim EDA keine Angaben vor. (dav) >

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