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Auch Ständerat für Rentenkürzung

Pensionskassen Der Mindestumwandlungssatz für die Berechnung der Renten der beruflichen Vorsorge sinkt bis 2015 auf 6,4 Prozent. Der Ständerat ist gestern im zweiten Anlauf dem Nationalrat gefolgt und hat die Vorlage mit 26 zu 0 Stimmen gutgeheissen. Nach dem geltenden Gesetz über die berufliche Vorsorge sinkt der Mindestsatz von heute 7,05 Prozent für Männer und 7,1 Prozent für Frauen bis 2014 auf 6,8 Prozent. Pro 100000 Franken Alterskapital gäbe es dann noch 6800 Franken Rente. Wegen der immer höheren Lebenserwartung und tieferen Renditeaussichten wollte der Bundesrat den schrittweisen Abbau auf 6,4 Prozent im Jahr 2011 forcieren. Der Nationalrat drosselte aber das Tempo: Neu soll der Umwandlungssatz die 6,4 Prozent erst in fünf statt in drei Jahren erreichen, das heisst im Jahr 2015. Wie Kommissionssprecherin Erika Forster (fdp, SG) vorrechnete, sinkt bei einem Altersguthaben von 100000 Franken die Rente für Männer ab 2010 um 100 Franken, 2015 nach dem Ende des gestaffelten Absenkungspfads um 400 Franken pro Jahr. Die Frauenrente ist abhängig vom künftigen Rentenalter. In der Debatte dominierten die Finanzkrise und die als Folge davon in Unterdeckung geratenen Pensionskassen. Es werde nächstes Jahr ein «grosses Erwachen» geben, sagte Alex Kuprecht (svp, SZ) voraus. Referendum geplant Die Partei der Arbeit Schweiz (PdAS) ergreift gegen die Rentenkürzung das Referendum. Mit der Unterschriftensammlung könnte schon nächste Woche begonnen werden. Für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund ist das Referendum zum jetzigen Zeitpunkt kein Thema. Bei Travailsuisse steht die Frage im Raum. Der Schweizerische Versicherungsverband begrüsste den Ständeratsentscheid dagegen als «wichtigen Beitrag zur Sicherung der zweiten Säule». (sda)>

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