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Anklage fordert 10 Jahre

Locarno Im Prozess um das Tötungsdelikt von Locarno hat die Tessiner Staatsanwältin Rosa Item gestern für die beiden Hauptangeklagten Freiheitsstrafen von 10,5 respektive 10 Jahren beantragt. Sie bezichtigt das Duo der vorsätzlichen Tötung. Für den dritten Angeklagten forderte sie wegen aggressiver Tätlichkeit drei Jahre Gefängnis. Item erachtet es als erwiesen, dass die drei Männer mit kroatischen Wurzeln am 1. Februar 2008 an der Fasnacht von Locarno einen 22-jährigen Studenten grundlos zu Tode prügelten. An der Integrität des Opfers liess sie keinen Zweifel aufkommen. Der Politstudent sei ein Sohn gewesen, wie ihn sich jeder wünsche, sagte Item. Hart ins Gericht ging sie anschliessend mit den drei Angeklagten im Alter von 19, 20 und 22 Jahren. Diese hätten den Studenten mit Fäusten und Fusstritten malträtiert, selbst als er schon am Boden lag. Als das Opfer kurz darauf im Spital an einer Hirnblutung verstarb, hätten sich die drei Schläger an der Fasnacht vergnügt, als ob nichts geschehen wäre. Das Trio habe offensichtlich keinerlei Gewissensbisse geplagt, sagte Item. Anstatt sich nach ihrer Verhaftung klar zur Tat zu bekennen, hätten die Angeklagten ständig versucht, die Schuld an den tödlichen Tritten an den Kopf des Opfers abzustreiten. Den Vorwurf der vorsätzlichen Tötung weisen der Maler- und der Sanitärlehrling zurück. Ihre Anwälte werden ab heute Freitag zu Wort kommen. Auf die Frage von Richter Mauro Ermani, was sie vom Prozess erwarteten, antworteten die beiden Hauptangeklagten unisono: «Dass Gerechtigkeit geschieht.» (sda)>

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