André Daguet geht mit 62 in Pension

Der Berner SP-Nationalrat André Daguet ist seit Ende Juni Frührentner. Er wurde bei seiner Arbeitgeberin, der Gewerkschaft Unia, mit 62 pensioniert.

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UniaAndré Daguet bestätigte gestern eine entsprechende Meldung in der Gewerkschaftszeitung «work», deren Verwaltungsrat er präsidiert. Daguet war massgeblich an der Fusion der Gewerkschaften Smuv und GBI zur Unia beteiligt. 2005 bis 2008 war er Mitglied der Unia-Geschäftsleitung. Daguet hat entscheidend zur heutigen Stärke der Unia als Sozialpartnerin beigetragen. In die Smuv-Geschäftsleitung war Daguet 1996 berufen worden. 2000 wurde er Smuv-Vizepräsident. Dem Nationalrat gehört der Berner seit 2003 an. Ob er 2011 wieder zur Wahl antreten wird, ist noch offen, wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA Sagte. Im Unia-Ruhestand ist er seit Ende Juni.

Zuerst bei Amnesty

Daguet studierte an der Universität Bern Soziologie und Politikwissenschaften. Er gehörte 1970 zu den Mitbegründern der Schweizer Sektion von Amnesty International, deren Zentralsekretär er 1980 wurde. An der Seite des damaligen Parteipräsidenten Peter Bodenmann war Daguet von 1986 bis 1996 Generalsekretär der SP Schweiz. Bodenmann würdigt seinen Weggefährten im «work» unter anderem als «politischen Genossinnen- und Genossenflüsterer». Daguet sei die «Umgänglichkeit in Person». Bodenmann und Daguet gelten als «Architekten» des SP-Sieges bei den Nationalratswahlen von 1995.

Spuhler vermisst ihn als Gegner

Der Thurgauer SVP-Nationalrat und CEO der Stadler Rail AG, Peter Spuhler, bedauert, dass «einer meiner liebsten politischen Gegner vorzeitig das Feld räumt». «Eigentlich hätte ich von ihm erwartet, dass er sich als leuchtendes Beispiel nicht mit 62, sondern erst mit 67 pensionieren lässt», schreibt Peter Spuhler im «work». Bei der Gewerkschaft Unia liegt das Pensionsalter jedoch bei 62 Jahren. (sda) (Der Bund)

Erstellt: 06.07.2009, 09:02 Uhr

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